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Politik Böhmermann gibt zu: Es hat möglicherweise nicht gereicht
Nachrichten Politik Böhmermann gibt zu: Es hat möglicherweise nicht gereicht
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13:43 02.09.2019
Die Montage zeigt Satiriker Jan Böhmermann vor SPD-Flaggen. Quelle: imago images/Future Image/photothek/Montage RND
Berlin

TV-Satiriker Jan Böhmermann hat auf seinen Kanälen in den sozialen Medien eingeräumt, möglicherweise damit gescheitert zu sein, die strengen Kriterien für eine Kandidatur für den SPD-Vorsitz zu erfüllen. An Freunde und Genossen gewandt, sprach er von aufregenden 72 Stunden, die hinter ihm und seinem #Neustart19-Team lägen. „Trotz vollen Einsatzes hat es am Ende möglicherweise knapp nicht gereicht, die strengen Kriterien zu erfüllen“, schrieb er unter anderem bei Twitter.

Bei der Bundes-SPD hieß es am Sonntag zu möglichen weiteren Bewerbern um den Chefposten, es sei niemand neu zugelassen worden. Mit Blick auf Böhmermann sagte eine Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa, dazu sei nichts eingegangen. Die Frist für Bewerbungen um den SPD-Vorsitz lief am Sonntag um 18 Uhr ab.

„Ich danke meinem neuen Ortsverein Köthen für die schnelle und skrupellose Bestätigung meiner Mitgliedschaft in der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands“, hatte der 38 Jahre alte Fernsehmoderator am Samstag auf Twitter erklärt – und hinzugefügt: „Der #Neustart19 der deutschen Sozialdemokratie geht von Sachsen-Anhalt aus!“

Böhmermann hatte am Donnerstagabend in seiner Sendung „Neo Magazin Royale“ (ZDFneo) erstmals erklärt: „Ich, Jan Böhmermann, möchte Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands werden.“ Er startete danach seine Kampagne #Neustart19. Kritiker zweifelten allerdings an der Ernsthaftigkeit dieser Aktion des Satirikers.

Lesen Sie auch: Böhmermann und die SPD: „Viel kaputt zu machen gibt es nicht“

Acht Duos erfüllen Voraussetzungen

Zuletzt hatten laut SPD diese acht Duos die Voraussetzungen erfüllt: Bundesfinanzminister Olaf Scholz gemeinsam mit der Brandenburger Landtagsabgeordneten Klara Geywitz, Ex-NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans und die Bundestagsabgeordnete Saskia Esken, Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius und Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping, die Vorsitzende der SPD-Grundwertekommission, Gesine Schwan, und Parteivize Ralf Stegner, Europa-Staatsminister Michael Roth und die Ex-NRW-Familienministerin Christina Kampmann, die Bundestagsabgeordneten Karl Lauterbach und Nina Scheer, Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange und der OB von Bautzen, Alexander Ahrens, sowie die Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis und der Verdi-Chefökonom Dierk Hirschel.

RND/dpa/cz

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