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Politik Den Haag: Früherer kongolesischer Milizenführer schuldig gesprochen
Nachrichten Politik Den Haag: Früherer kongolesischer Milizenführer schuldig gesprochen
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12:44 08.07.2019
Bosco Ntaganda vor dem Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag.
Bosco Ntaganda vor dem Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag. Quelle: Peter Dejong/epa/dpa
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Den Haag

Der ehemalige kongolesische Rebellenchef Bosco Ntaganda ist wegen Kriegsverbrechen im Kongo schuldig gesprochen worden. Der als „Terminator“ bekannte Ntaganda wurde vom Internationalen Strafgerichtshof am Montag in Den Haag in allen 18 Anklagepunkten für schuldig befunden, darunter Massaker, Vergewaltigungen und der Einsatz von Kindersoldaten.

Es ist erst die dritte Verurteilung für Kriegsverbrechen in der 17-jährigen Geschichte des Gerichts. Das Strafmaß wird bei einer späteren Anhörung festgelegt.

Angeklagter zeigt keine Emotionen

Der 45-jährige Ntaganda war für Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in insgesamt 18 Fällen in den Jahren 2002 und 2003 im Norden des Kongo angeklagt. Dazu gehörten grausame Massaker und die sexuelle Versklavung auch sehr junger Mädchen. Während des Prozesses hatte der Angeklagte seine Unschuld beteuert, als Richter Robert Fremr das Urteil bekanntgab, zeigte Ntaganda keine Emotionen.

Ntaganda war damals Kommandant der Rebellengruppe „Patriotische Kräfte für die Befreiung des Kongos“ in der Provinz Ituri im Norden des Kongo. 2013 stellt er sich selbst. Er hatte alle Vorwürfe zurück gewiesen.

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Von RND/AP/dpa/eti