Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Politik Erdogan will weiterhin in Syrien angreifen
Nachrichten Politik Erdogan will weiterhin in Syrien angreifen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:53 08.01.2019
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (M) sagte, die Vorbereitungen für Operationen gegen Terrorgruppen in Syrien seien weitgehend abgeschlossen. Quelle: Burhan Ozbilici/AP/dpa
Ankara

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan plant weiterhin eine militärische Offensive in Syrien. Er sprach am Dienstag, als der nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, in Ankara war, um die Türkei von einem Angriff auf die Kurdenmiliz YPG abzuhalten. Die Türkei betrachtet die YPG als Terrorgruppe, doch für die USA ist die Kurdenorganisation eine Verbündete im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat.

Erdogan sagte, die Vorbereitungen für Operationen gegen Terrorgruppen in Syrien seien weitgehend abgeschlossen. Die Türkei könne keine Zugeständnisse machen. „Die, die an einem Terrorkorridor beteiligt sind, werden die notwendige Strafe erhalten“, sagte er im Parlament.

Bolton hat gesagt, er wolle Zusicherungen, dass die Türkei nicht die YPG angreift. Dies sei eine „Bedingung“ des von Trump angekündigten Rückzugs des amerikanischen Militärs aus Nordostsyrien.

Erdogan sagt Treffen mit Bolton ab

Erdogan traf sich nicht mit Bolton, offensichtlich eine Brüskierung wegen der Meinungsverschiedenheit bezüglich der Kurden. Erdogans Absage sei gegenüber US-Vertretern mit anstehenden Kommunalwahlen in der Türkei und der Parlamentsrede begründet worden, sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats der USA, Garrett Marquis.

Bolton sprach am Morgen mit Erdogans ranghohem Berater Ibrahim Kalin über die Zukunft der kurdischen Verbündeten bei einem Abzug der USA. Im Anschluss an das zweistündige Treffen tauschten sie höfliche Floskeln aus.

IS-Kämpfer griffen Syrische Demokratische Kräfte an

Kampfflugzeuge des US-geführten Bündnisses griffen am Dienstag das vom IS gehaltene Dorf Schaafa in Ostsyrien an. Am Vortag hatten IS-Kämpfer die mit den USA verbündeten und von Kurden angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte angegriffen und 23 ihrer Kämpfer getötet, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien berichtete. Aufseiten des IS habe es neun Tote gegeben. Auch die Aktivistengruppe DeirEssor 24 vermeldete eine heftige Bombardierung Schaafas.

US-Außenminister Mike Pompeo ist ebenfalls in den Nahen Osten gereist. Er will Spitzenpolitiker der Region dafür gewinnen, den Druck auf den Iran zu erhöhen. Der erste Halt seiner Reise war Jordanien.

Von RND/AP

Die tödliche Messerattacke in Chemnitz beschäftigt die Ermittler seit vier Monaten. Nun hat die Staatsanwaltschaft der Stadt Anklage gegen einen der Tatverdächtigen erhoben. Wie es mit dem anderen inhaftierten Verdächtigen weitergeht, ist weiter unklar.

08.01.2019
Politik Neue Pläne des Bundesverkehrsministers - Kfz-Erstzulassung künftig auch online möglich

Viele Autofahrer sind genervt von den Verfahren bei der Kfz-Anmeldung. Die Bundesregierung verspricht nun Abhilfe: Erstzulassung, Adressänderungen und Umschreibungen bei Halterwechsel sind künftig auch online möglich.

08.01.2019

Polizei und Geheimdienste schienen seit Freitag ohne entscheidende Fährte zum Hackerangriff auf zahlreiche Politiker zu agieren. Nach der Verhaftung eines 20-jährigen Verdächtigen sieht die Sache anders aus. Doch die Arbeit beginnt erst, kommentiert Markus Decker.

08.01.2019