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Politik Ermittlungen gegen Hacker aus Hessen stehen vor dem Abschluss
Nachrichten Politik Ermittlungen gegen Hacker aus Hessen stehen vor dem Abschluss
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05:00 01.05.2019
Im Visier des Täters: Mitglieder des Bundestages. Quelle: Michael Kappeler/dpa
Berlin

Die Ermittlungen gegen den jugendlichen Hacker aus Hessen, der Daten Hunderter Politiker und anderer Prominenter erbeutete und später nach und nach veröffentlichte, neigen sich dem Ende entgegen. „Die Ermittlungen sollten Mitte des Jahres abgeschlossen sein“, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Erst dann werde über eine mögliche Anklage entschieden. „Die Detailarbeit ist sehr umfassend“, fügte er hinzu. Und man stehe mit vielen Geschädigten im Kontakt. Der Sprecher betonte, bei den Ermittlungen hätten sich keine Hinweise auf Mittäter oder gar ein etwaiges Netzwerk ergeben. Der junge Mann sei „weiterhin Alleinbeschuldigter“.

„Weiterhin Alleinbeschuldigter“

Unter Betroffenen wird die Einzeltäterthese unter anderem wegen des Umfangs der erbeuteten Daten bezweifelt. Überdies sei die rechtsextreme Radikalisierung des Täters über seinen Twitter-Account mühelos nachvollziehbar, heißt es, wodurch sich Fragen nach möglichen Gesinnungsgenossen ergäben.

Nach Bekanntwerden des Hackerangriffs Anfang Januar war der 20-jährige Schüler aus Hessen verhaftet worden. Er gestand die Taten. Die Daten soll er teilweise selbst erbeutet, teilweise aber auch gekauft haben. Wie genau und warum, das ist weiterhin unklar. Zwar gilt der Schüler als rechtsorientiert. Die Sicherheitsbehörden haben eine politische Motivation jedoch eher heruntergespielt.

Nach offiziellen Angaben gibt es rund 1000 Betroffene und 50 schwerwiegendere Fälle, bei denen umfangreichere und teils sehr private Informationen für alle sichtbar ins Netz gestellt wurden.

Von Markus Decker/RND

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