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Politik Ex-Rebellenchef will in Kolumbien zu den Waffen greifen
Nachrichten Politik Ex-Rebellenchef will in Kolumbien zu den Waffen greifen
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17:02 29.08.2019
ARCHIV - 08.03.2018, Kolumbien, Bogota: Luciano Marín Arango alias "Iván Márquez" - hier auf einem Archivbild aus dem Jahr 2018 - ist ein früherer Kommandeur der Guerillaorganisation Farc. Quelle: Fernando Vergara/AP/dpa
Bogotá 

Ein früherer Kommandeur der Guerillaorganisation Farc will den Kampf gegen die kolumbianische Regierung wieder aufnehmen. In einer Videobotschaft trat Luciano Marín Arango alias "Iván Márquez" in der Nacht zum Donnerstag gemeinsam mit etwa 20 bewaffneten Soldaten auf.

Es beginne "eine neue Etappe des Kampfes", las Márquez aus einem Manifest vor. Die frühere Nummer Zwei an der Spitze der Farc war seit über einem Jahr untergetaucht. An seiner Seite stand der ehemalige Guerilla-Kommandeur Seuxis Hernández Solarte alias "Jesús Santrich", der wegen Drogenhandels international zur Fahndung ausgeschrieben ist.

Früherer Farc-Chef lehnt neuen Krieg ab

Die kolumbianische Regierung habe den Friedensvertrag mit der Farc verraten, hieß es in der Botschaft weiter. Die Gruppe um Márquez werde "zu den Waffen zu greifen", um sich gegen die Unterdrückung seitens der Regierung zu wehren. Man sei bereit, mit der kleineren Rebellenorganisation ELN zusammenzuarbeiten.

Der frühere Farc-Chef Rodrigo Londoño lehnte die Wiederaufnahme des Kampfes ab. "Die große Mehrheit hält sich an die Abmachungen. Trotz aller Schwierigkeiten stehen wir auf der Seite des Friedens", schrieb er auf Twitter.

Ende 2016 hatten die linke Farc und die kolumbianische Regierung den jahrzehntelangen Bürgerkrieg mit rund 220 000 Toten und Millionen Vertriebenen per Friedensvertrag beendet. Die Rebellen legten die Waffen nieder und sollen nun ins Zivilleben zurückkehren. Allerdings werfen die Ex-Guerilleros der Regierung immer wieder vor, ihre Verpflichtungen nicht zu erfüllen, die Ex-Rebellen nicht ausreichend zu unterstützen und zu schützen.

dpa

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