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Politik Geheime Informationen: Trump setzte sich über Bedenken hinweg
Nachrichten Politik Geheime Informationen: Trump setzte sich über Bedenken hinweg
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10:31 01.03.2019
Die Freigabe soll Kushner im Mai nach einer langen Sicherheitsüberprüfung trotz Bedenken des Geheimdienstes gewährt worden sein. Quelle: imago/Eastnews
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Washington

US-Präsident Donald Trump hat im vergangenen Jahr laut einem Zeitungsbericht angewiesen, seinem Schwiegersohn Jared Kushner Zugang zu streng geheimen Informationen zu erteilen. Wie die „New York Times“ unter Berufung auf anonyme Quellen am Donnerstag berichtete, wurde Kushner die Freigabe im Mai nach einer langen Sicherheitsüberprüfung trotz Bedenken des Geheimdienstes gewährt.

Trump sei mit seiner Anordnung über die Bedenken des damaligen Stabschefs des Weißen Hauses John Kelly und des ehemaligen Rechtsberaters Don McGahn hinweggegangen, heißt es in dem Bericht. Kelly habe in internen Notizen geschrieben, er sei „angewiesen“ worden, die Freigabe zu geben. McGahn schrieb eine Notiz, in der er sich gegen eine Freigabe für Kushner aussprach.

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Zugang zu den sensibelsten Verschlusssachen

Elijah Cummings, Vorsitzender des Geheimdienstausschusses des Repräsentantenhauses, sagte am Donnerstag: Der Bericht „weist darauf hin, das Präsident Trump seinem Schwiegersohn Zugang zu den sensibelsten Verschlusssachen unseres Landes gewährt haben könnte, gegen den Rat von professionellen Mitarbeitern und im Gegensatz zu der öffentlichen Leugnung, eine Rolle gespielt zu haben“. Trump hatte der New York Times im Januar gesagt, er sei nicht in die Freigabe für Kushner involviert gewesen.

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Cummings teilte mit, sein Komitee habe eine Untersuchung eingeleitet und Dokumente und Gesprächsaufzeichnungen zur Freigabe für Kushner angefordert. Ein Sprecher von Kushners Anwalt Abbe Lowell teilte mit, das Weiße Haus und Sicherheitsbeamte hätten bestätigt, dass der Prozess regulär abgelaufen sei. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, äußerte sich nicht zu dem Bericht.

Kushner ist mit Trumps Tochter Ivanka verheiratet. Diese sagte ebenfalls, ihr Vater habe bei der Freigabe für sie selbst oder Kushner keine Rolle gespielt.

Von RND/AP/ngo