Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Politik Giffey will erst einmal Uni-Prüfung der Doktorarbeit abwarten
Nachrichten Politik Giffey will erst einmal Uni-Prüfung der Doktorarbeit abwarten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:15 07.05.2019
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) auf der Internetkonferenz "re:publica". Quelle: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/
Berlin

Auch nach Bekanntwerden neuer Vorwürfe zu ihrer Doktorarbeit will Familienministerin Franziska Giffey erst einmal die Überprüfung durch ihre ehemalige Universität abwarten.

„Für mich ist eine anonyme Internetplattform nicht der Ort, der die Entscheidung trifft, sondern meine Universität, an der ich diese Dissertation geschrieben habe“, sagte die SPD-Politikerin am Dienstag auf der Digitalkonferenz re:publica in Berlin. „Ich werde das Ergebnis abwarten und dann entsprechend damit umgehen.“

VroniPlag: Auf jeder dritten Seite ein Plagiatstext

Auf der Internetseite der Plagiatsjäger „VroniPlag“ heißt es, auf mehr als jeder dritten Seite von Giffeys Arbeit sei Plagiatstext gefunden worden. Auf einer Seite ihrer Arbeit habe Giffey sogar mehr als drei Viertel aus fremden Texten übernommen.

Die Freie Universität Berlin (FU) prüft Giffeys Doktorarbeit seit Februar wegen Plagiatsverdachts, darum hatte die Ministerin die Hochschule selbst gebeten. Ein Ergebnis der Untersuchung steht noch aus.

Giffey promovierte von 2005 bis 2009 im Bereich Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der FU. Ihre Dissertation verfasste sie zum Thema „Europas Weg zum Bürger – Die Politik der Europäischen Kommission zur Beteiligung der Zivilgesellschaft“.

Keine Antwort auf Fragen des Publikums

Die Frage aus dem Publikum ob sie weiterhin dazu stehe, ihre Arbeit „nach bestem Wissen und Gewissen“ verfasst zu haben, ließ Giffey ebenso unbeantwortet wie die Frage, ob sie zurücktreten werde, falls ihr der Doktortitel aberkannt werde.

Sie betonte aber, ihr politischer Anspruch, jedem Kind unabhängig von seiner Herkunft Chancen zu eröffnen, sei „unabhängig von dieser Dissertation“.

Von dpa/RND

Im Herbst wird EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker seinen politischen Job an den berühmten Nagel hängen. Der 64-jährige Luxemburger hat in Europa trotz aller Kritik eine Menge bewegt. Und für Schmunzler sorgte Juncker auch immer wieder.

07.05.2019

Björn Böhning ist im Bundesarbeitsministerium für das Digitale zuständig. Und damit für die neue Offensive der SPD-Ressorts für mehr Regulierung der Internet-Riesen. Über diese Herausforderungen spricht er im Interview.

07.05.2019

Der Europarat dringt vor der Wiederholung der Bürgermeisterwahl in Istanbul am 23. Juni auf die Einhaltung der Wahlgesetzgebung und auf Fairness. Europäische Politiker fordern ein Ende der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei.

07.05.2019