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Politik Großbritannien soll Chagos-Inseln im Indischen Ozean aufgeben
Nachrichten Politik Großbritannien soll Chagos-Inseln im Indischen Ozean aufgeben
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18:02 25.02.2019
Der Internationale Gerichtshof (IGH) fordert das Ende der britischen Herrschaft über die Chagos-Inseln. Quelle: Peter Dejong/dpa
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Den Haag

Schlag gegen das britische Empire: Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hat das Ende der britischen Herrschaft über die Chagos-Inselgruppe im Indischen Ozean gefordert.

Großbritannien habe die Inseln und Atolle widerrechtlich unter seiner Kontrolle behalten, als es Mauritius 1968 in die Unabhängigkeit entließ, hieß es in einem am Montag veröffentlichten Gutachten des obersten UN-Gerichts. Das Königreich solle die Regierung über das Gebiet so schnell wie möglich beenden.

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Vollversammlung entscheidet über Entkolonialisierung von Mauritius

Die damalige Regierung von Mauritius habe zwar einer Abspaltung der Chagos-Inseln zugestimmt, doch sei dies nicht Ausdruck des freien Willen der betroffenen Menschen gewesen, hieß es in dem Gutachten.

Jetzt müsse die Vollversammlung der Vereinten Nationen entscheiden, wie die Entkolonialisierung von Mauritius abgeschlossen wird.

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Großbritannien hatte in den 60er und 70er Jahren etwa 2000 Menschen zur Räumung der Inseln mitten im Indik gezwungen, auf denen die USA dann einen Luftwaffenstützpunkt errichteten.

Viele der früheren Einwohner wurden in Großbritannien angesiedelt und haben bereits vor britischen Gerichten für eine Rückkehr auf die Inseln prozessiert. Das Gutachten des UN-Gerichts ist rechtlich nicht bindend. Dennoch dürfte es die Regierung in London unter Druck setzen.

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Von RND/AP/lf

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