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Politik Iran will britischen Öltanker freigeben
Nachrichten Politik Iran will britischen Öltanker freigeben
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12:33 16.09.2019
Eingekreist von Schnellbooten der iranischen Revolutionsgarden: Der britische Öltanker "Stena Impero".
Teheran

Der Iran will den seit Mitte Juli in der Straße von Hormus beschlagnahmten britischen Öltanker "Stena Impero" wieder auslaufen lassen. "Die Untersuchungen sind fast beendet, es bleiben nur noch ein paar wenige bürokratische Schritte, und es scheint, dass das Schiff schon bald freigegeben wird", sagte Außenamtssprecher Abbas Mussawi am Montag laut Nachrichtenagentur Fars.

Die iranischen Revolutionsgarden hatten das Schiff am 19. Juli unter dem Vorwurf festgesetzt, Vorschriften des Seerechts im Persischen Golf missachtet zu haben. Die britische Regierung vermutete hinter der Festsetzung der "Stena Impero" eine Reaktion auf einen Vorfall im britischen Gibraltar.

Großbritannien wirft dem Iran Öllieferungen nach Syrien vor

Dort war Anfang Juli ein Supertanker mit Öl aus dem Iran, das für Syrien bestimmt gewesen sein soll, an die Kette gelegt worden. Die Lieferung verstieß den Behörden zufolge gegen EU-Sanktionen, die gegen das Bürgerkriegsland Syrien verhängt worden waren. Der Iran sprach von "Piraterie" und drohte mit Konsequenzen. Ein Gericht in Gibraltar gab das Schiff, das von "Grace-1" in "Adrian Darya-1" umgetauft wurde, Mitte August frei. Mutmaßungen, es habe sich um ein Tauschgeschäft mit der "Stena Impero" gehandelt, wies London vehement zurück.

Satellitenfotos zeigen den Tanker "Adrian Darya-1", nachdem er Gibraltar verlassen durfte, vor der Küste Syriens. Quelle: Uncredited/Planet Labs Inc/dpa

Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Seestraßen der Welt. Sie verbindet den Persischen Golf mit dem Indischen Ozean. Ein Großteil des globalen Ölexports wird durch die Meerenge verschifft. Die Spannungen in der Region hatten sich in den vergangenen Monaten immens verschärft. Die Handelsschifffahrt wurde in den Konflikt zwischen den USA und dem Iran hineingezogen. Es kam zu mehreren Zwischenfällen mit Tankern und Drohnen.

RND/dpa

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