Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Politik Karl-Heinz Brunner zieht seine Bewerbung für den SPD-Vorsitz zurück
Nachrichten Politik Karl-Heinz Brunner zieht seine Bewerbung für den SPD-Vorsitz zurück
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:26 16.09.2019
Karl-Heinz Brunner stellt sich auf einer Regionalkonferenz den bayerischen SPD-Mitgliedern vor (Archivfoto). Nun zieht er seine Kandidatur zurück. Quelle: Daniel Karmann/dpa
Berlin

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Karl-Heinz Brunner zieht seine Kandidatur für den SPD-Vorsitz zurück. "Mit diesem Schritt möchte ich eine deutlichere Zuspitzung im Kandidierendenfeld und damit eine klarere Wahlentscheidung ermöglichen", heißt es in einer am Montag veröffentlichten persönlichen Erklärung des 66-Jährigen aus Bayern.

Er habe auch kandidiert, um bei den Parteimitgliedern zur Versöhnung der Parteiflügel beizutragen. "Es ist traurig, wenn in einigen Kreisen "Juso" ein Schimpfwort ist, so wie in anderen Kreisen "Seeheimer"", beklagte Brunner mit Blick auf den SPD-Nachwuchs und den konservativen Parteiflügel. "Unsere politischen Gegner sind andere Parteien, nicht die eigenen Leute", betonte der Abgeordnete.

Die SPD sei nur dann erfolgreich, wenn sie gemeinsam streite und nicht gegeneinander. "In den letzten Tagen ist mir immer deutlicher bewusst geworden, dass für eine solche Einigung auch eine Parteispitze mit klarer und breiter Unterstützung erforderlich ist. Ein großes Kandidierendenfeld erschwert eindeutige Wahlergebnisse. Daher mache ich den Weg frei."

Sieben Duos verbleiben im Rennen um den SPD-Vorsitz

Mit dem Ausstieg von Brunner verbleiben sieben Duos aus jeweils einer Frau und einem Mann im Rennen um die Nachfolge der zurückgetretenen Parteivorsitzenden Andrea Nahles. Brunner sagte, thematisch lägen ihn die äußere, innere und soziale Sicherheit am Herzen. Diese Themen wisse er bei den Teams Klara Geywitz und Olaf Scholz sowie Petra Köpping und Boris Pistorius in guten Händen. Brunner betonte: "Ganz gleich, wer am Ende gewinnt – lasst uns hinter diesem Paar stehen und sie bei ihrer schwierigen Aufgabe unterstützen."

Die Kandidaten stellen sich auf 23 Regionalkonferenzen vor. Die neue SPD-Spitze wird bei einer Mitgliederbefragung im Oktober bestimmt. Das Ergebnis soll am 26. Oktober feststehen. Am Sonntag fand eine Regionalkonferenz in Oldenburg statt. Am Montag folgt eine weitere in Baunatal, am Dienstag und Mittwoch in Berlin und in Hamburg.

Weiter lesen:

Walter-Borjans: „Robin Hood“ will Steuersystem radikal umbauen

SPD-Casting: Ein bisschen wie "DSDS"

RND/dpa

Am Freitag will die große Koalition liefern und ein Klimaschutzgesetz vorlegen. Um Details wird aber noch gerungen. Die CDU will an diesem Montag ihr Konzept beschließen.

16.09.2019

Mit dem Geld sollen finanzschwache Kommunen etwa bei der energetischen Sanierung von Schulen oder Kitas unterstützt werden. Doch die Bundesländer rufen die Fördermittel nur zögerlich ab. Sie müssten - ebenso wie die Kommunen - Geld zuschießen.

16.09.2019

Alle Optionen lägen auf dem Tisch, sagt ein US-Regierungsvertreter nach den Drohnenangriffen auf wichtige saudische Ölanlagen. Auch Präsident Trump betont, sein Land stehe Gewehr bei Fuß.

16.09.2019