Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Politik Nordkorea stellt den USA Bedingungen für atomare Abrüstung
Nachrichten Politik Nordkorea stellt den USA Bedingungen für atomare Abrüstung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:11 16.09.2019
Könnte er Nordkorea "denuklearisieren"? Kim Jong Uns Außenministeriums stellt zumindest Bedingungen dafür auf.
Seoul

Nordkorea macht den Erfolg künftiger Verhandlungen mit den USA über sein Atomwaffenprogramm von Sicherheitsgarantien abhängig. Eine Woche nach einem bedingten Gesprächsangebot von Vize-Außenministerin Choe Son Hui hieß es am Montag in einer Erklärung des Ministeriums, die "kommenden Arbeitsgespräche werden eine Gelegenheit sein, die über den künftigen Weg des Dialogs zwischen Nordkorea und den USA entscheidend ist".

Das sind Nordkoreas Forderungen

Die Gespräche über eine "Denuklearisierung" seien möglich, "wenn Drohungen und Hürden, die die Sicherheit unseres Systems gefährden und unsere Entwicklung behindern, jenseits aller Zweifel beseitigt sind", wurde der Leiter der für die USA zuständigen Abteilung des Ministeriums zitiert. Ein Name wurde nicht genannt.

Die Forderung der international isolierten Führung in Pjöngjang nach einer Sicherheitsgarantie ist nicht grundlegend neu. In Südkorea wurde die Erklärung als weiterer Versuch gewertet, die eigene Verhandlungsposition zu stärken. Ebenso fordert Pjöngjang eine Lockerung der Sanktionen.

"Nur zum Händeschütteln und um Hallo zu sagen": US-Präsident Donald Trump (l.) und Diktator Kim Jong Un Ende Juni im koreanischen Grenzdorf Panmunjom.

Verhandlungen könnten angeblich schon bald starten

Neue Verhandlungen mit den USA könnten "in ein paar Wochen" erfolgen, wurde der nordkoreanische Beamte weiter zitiert. Konkreter wurde er nicht. Ob es Fortschritte gebe oder eine Krise herbeigeführt werde, hänge allein von den USA ab, hieß es. Choe hatte davon gesprochen, die Gespräche könnten Ende September stattfinden. Die USA müssten jedoch neue Vorschläge auf den Tisch legen.

US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatten Ende Juni bei einem kurzen Treffen an der innerkoreanischen Grenze Verhandlungen auf Arbeitsebene vereinbart. Im Februar war ein Gipfeltreffenbeiden in Vietnam gescheitert. Sie konnten sich in der zentralen Frage der atomaren Abrüstung durch Pjöngjang und bei den Gegenleistungen der USA nicht einigen.

RND/dpa

Die Angriffe auf eine Ölraffinerie in Saudi-Arabien bringen für die CDU ein GroKo-Streitthema wieder auf die Tagesordnung: den Rüstungsexportstopp. Der außenpolitische Sprecher der Unions-Fraktion, Jürgen Hardt, fordert eine Wiederaufnahme der Exporte. Er schließt sich der US-Interpretation an, die den Iran als Drahtzieher hinter den Anschlägen sieht. Grüne und FDP sind zurückhaltender in der Schuldzuweisung, fordern aber ebenfalls eine Aufklärung durch die UN.

16.09.2019

Der Streit bestimmte in den vergangenen Wochen die Beziehungen zwischen dem Iran und Großbritannien: Die Briten ließen einen Tanker mit iranischem Öl in Gibraltar festsetzen, der Iran beschlagnahmte seinerseits den britischen Öltanker “Stena Impero”. Jetzt zeichnet sich ab, dass das britische Schiff bald frei kommen könnte.

16.09.2019

“Fridays for Future” ruft für Freitag zu einem globalen Klimastreik aus. Mit Erfolg. Unter anderem Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, die Evangelische Kirche oder die Gewerkschaft Verdi schließen sich an. Allein in Deutschland sind mehr als 400 Demonstrationen geplant.

16.09.2019