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Politik Pence fordert Verbündete auf, Versprechen zu erfüllen
Nachrichten Politik Pence fordert Verbündete auf, Versprechen zu erfüllen
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15:38 01.09.2019
US-Vizepräsident Mike Pence sprach beim Weltkriegsgedenken in Warschau. Quelle: Getty Images
Warschau

US-Vizepräsident Mike Pence hat Verbündete wie Deutschland indirekt dazu aufgerufen, ihren Nato-Verpflichtungen nachzukommen. "Amerika und Polen werden mit all unseren Verbündeten zur gemeinsamen Verteidigung zusammenstehen", sagte Pence am Sonntag beim Weltkriegsgedenken in Warschau. "Amerika und Polen werden unsere Alliierten auch weiterhin aufrufen, die Versprechen zu erfüllen, die wir uns gegenseitig gegeben haben." Eine starke Allianz freier und souveräner Nationen sei "die beste Verteidigung unserer Freiheiten".

Pence vertrat US-Präsident Donald Trump, der seine Polen-Reise wegen des Hurrikans "Dorian" kurzfristig abgesagt hatte. Trump wirft besonders Deutschland immer wieder vor, den selbst auferlegten Nato-Verpflichtungen nicht nachzukommen und zu wenig Geld für Verteidigung auszugeben. Mehrfach hat der US-Präsident in diesem Zusammenhang dagegen Polen gelobt. Unter Trump haben sich die Beziehungen Washingtons zu Berlin deutlich verschlechtert. Zur Regierung in Warschau pflegt Trump dagegen ein sehr gutes Verhältnis.

Steinmeier zeigt sich diplomatisch

Unmittelbar vor der Ansprache von Pence hatte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zur Bewahrung der transatlantischen Partnerschaft aufgerufen. "Europa braucht Partner. Und ich bin sicher, auch Amerika braucht Partner in dieser Welt", sagte er. "Lasst uns diese Partnerschaft pflegen. Lasst uns den Anspruch bewahren, dass der Westen mehr ist als eine Himmelsrichtung."

Pence würdigte in seiner Ansprache den Widerstandsgeist der Polen, den weder die Nazi-Herrschaft noch das darauffolgende kommunistische Regime hätten besiegen können. "Ihre Unterdrücker haben versucht, Sie zu brechen. Aber Polen konnte nicht gebrochen werden", sagte Pence unter Applaus. "Amerika hat die Freiheit und Unabhängigkeit des polnischen Volkes nie abgeschrieben und wird das nie tun."

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RND/dpa

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