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19:52 10.05.2019
Feministin Alice Schwarzer in der Redaktion der Zeitschrift „Emma“ (Archivfoto). Quelle: Henning Kaiser/dpa
Frankfurt

Es war eine umstrittene Veranstaltung, die am Mittwoch an der Frankfurter Goethe-Universität stattfand: eine Tagung zum muslimischen Kopftuch. Eingeladen war auch Frauenrechtlerin Alice Schwarzer, die dort ein „Sprechverbot“ für kritische Stimmen gegen den politisierten Islam beklagte. Jeder, der das Kopftuch kritisiere, werde angefeindet, sagte Schwarzer am Mittwoch auf einer Tagung zum muslimischen Kopftuch an der Frankfurter Goethe-Universität.

Nun bekommt die Feministin selbst Ärger. Denn in den sozialen Netzwerken ist ein Video vom Rande der Tagung aufgetaucht, wie zuerst der Berliner „Tagesspiegel“ berichtete. Zu sehen ist Alice Schwarzer, die mit einer Muslima diskutiert.

Dabei berührt Schwarzer leicht den Arm der Muslima. Daraufhin kommt es zum Streit, die Frau droht mit Anzeige. Die Feministin sagt daraufhin: „Oh, ich dachte, nur ein Mann darf Sie nicht anfassen.“

Genau dieser Satz wird ihr nun in den sozialen Netzwerken vorgeworfen. Die Schriftstellerin Hatice Akyün etwa wirft Schwarzer in einem Tweet Arroganz, Überheblichkeit und Respektlosigkeit vor.

Andere sprechen von Rassismus.

Alice Schwarzer war laut „Tagesspiegel“ nicht für ein Statement zu erreichen. Eine Mitarbeiterin der „Emma“-Redaktion habe auf ein Video verwiesen, dass Schwarzer ebenfalls in der Diskussion mit den Demonstrantinnen zeigt. Dabei wird klar, dass auf beiden Seiten lautstark diskutiert, mitunter sogar geschrien wird.

Aber es gibt auch Nutzer, die diese Debatte als nicht gerechtfertigt ansehen.

Alice Schwarzer selbst äußerte sich übrigens über den Twitter-Account der Zeitschrift „Emma“ zu dem Vorfall:

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