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Politik SPD pocht auf „Spurwechsel“-Option
Nachrichten Politik SPD pocht auf „Spurwechsel“-Option
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05:02 18.08.2018
In vielen Branchen suchen Arbeitgeber händeringend nach Fachkräften. Quelle: dpa
Berlin

Die SPD besteht darauf, im geplanten Fachkräftezuwanderungsgesetz die Möglichkeit eines „Spurwechsels“ für abgelehnte Asylbewerber zu verankern. „Zuwanderung mit klaren Regeln macht unser Land stärker. Nach jahrzehntelangem Kampf der SPD gibt die Union endlich den Widerstand gegen ein Einwanderungsgesetz auf“, sagte Thorsten Schäfer-Gümbel dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „In der weiteren Abstimmung zwischen den Ministerien und im Parlament werden wir auch über die Frage reden, wie wir bereits gut integrierten Menschen eine Chance im Einwanderungsrecht geben, deren Asylantrag abgelehnt wurde.“

Unterstützung kommt von der FDP. „Wir brauchen jetzt eine klare Regelung zur Einwanderung in den Arbeitsmarkt. Dazu müssen wir den Spurwechsel von qualifizierten Flüchtlingen ermöglichen, der nach einem transparenten Punktesystem geregelt wird“, sagte FDP-Partei- und Fraktionschef Christian Lindner dem RND. Wer gut qualifiziert sei und sich einbringen wolle, könne gerne in Deutschland bleiben: „Wer diese Kriterien aber nicht erfüllt und keinen Aufenthaltstitel hat, muss unser Land auch wieder verlassen.“

Lindner sagte, die Eckpunkte der Koalition für das geplante Fachkräftezuwanderungsgesetz seien „viel zu vage und kündigen nur ein paar kleine Schönheitskorrekturen an“. Von einem großen Wurf könne keine Rede sein: „Aber genau den brauchen wir, um unser Fachkräfteproblem endlich zu lösen.“

Von Rasmus Buchsteiner/RND

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