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Politik Seehofer-Nachfolge: Markus Söder zum neuen CSU-Parteichef gewählt
Nachrichten Politik Seehofer-Nachfolge: Markus Söder zum neuen CSU-Parteichef gewählt
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12:47 19.01.2019
Markus Söder ist neuer Parteichef der CSU. Quelle: Getty Images
München

Horst Seehofer ist nicht mehr länger Chef der CSU. Die Delegierten des Sonderparteitags in München wählten Markus Söder zu seinem Nachfolger. Der 52-Jährige erhielt 674 von 771 abgegebenen gültigen Stimmen, einen Gegenkandidaten gab es nicht. Die Delegierten wählten Seehofer anschließend fast einstimmig zum CSU-Ehrenvorsitzenden.

Seinen Rückzug hatte Seehofer kurz vor dem Beginn des Parteitags offiziell via Twitter angekündigt. Ämterwechsel gehörten zur Normalität, sagte Seehofer, „auch wenn man selbst betroffen ist“. Am Anfang sei Wehmut dabei gewesen, nun überwiege „eine Mischung aus Dankbarkeit und Erleichterung“.

Die 852 Delegierten dankten Seehofer stehend mit dreieinhalb Minuten Applaus für seine Arbeit an der CSU-Spitze seit Oktober 2008. Söder schlug Seehofer zudem als dritten Ehrenvorsitzenden der Partei vor. Er solle dieses Ehrenamt neben den früheren Parteichefs Theo Waigel und Edmund Stoiber bekleiden, sagte Söder. Der 52-Jährige würdigte die Verdienste Seehofers, mit dem ihn lange Zeit eine heftige Konkurrenz verbunden hat: „Horst Seehofer hat sich in der Geschichte der CSU um diese Partei verdient gemacht.“ In der Zeit von Seehofers Vorsitz habe die CSU große Erfolge und manche Niederlage erlebt.

„Glühendes Herz für meine politische Familie“

In seiner Abschiedsrede dankte Seehofer seiner Partei. „Ich gebe heute das Amt weiter, aber es bleibt bei mir ein glühendes Herz für meine politische Familie CSU.“ Zudem nahm der 69-Jährige erneut Stellung zu den Wahlpleiten in Berlin und Bayern. Eine Ursache für den Einzug der AfD in den Landtag liege „in bestimmten Rahmenbedingungen, die nicht primär in München gesetzt wurden“, sagte Seehofer.

Der daraufhin notwendig gewordene Spagat sei nicht vorteilhaft gewesen, ohne den Streit mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über deren Migrationspolitik anzusprechen. Die Alternative wäre aber mit noch größerem Schaden für die Union verbunden gewesen, nämlich der Spaltung der „Geschwisterschaft“ von CSU und CDU.

Söder ruft Union zu neuer Einigkeit auf

Ebendieser Spaltung will Markus Söder als Seehofers Nachfolger entgegenwirken. In seiner Rede rief er die Schwesterparteien zu einer neuen Einigkeit auf. „Wir müssen ein neues Kapitel der Zusammenarbeit aufschlagen“, sagte er. Zwar sei die CSU kein Landesverband der CDU. Aber die Christsozialen wollten „Profil mit Stil“: Die Union solle wieder mehr miteinander statt gegeneinander arbeiten, das Gemeinsame statt das Trennende betonen. „Es ist Zeit für eine gemeinsame neue Stärke von CDU und CSU in Deutschland.“ Am Nachmittag soll Söder offiziell als Nachfolger gewählt werden.

Von RND/dpa

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