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Politik Sehen, riechen, schmecken: So will Klöckner die Lebensmittelverschwendung reduzieren
Nachrichten Politik Sehen, riechen, schmecken: So will Klöckner die Lebensmittelverschwendung reduzieren
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16:05 30.05.2019
Julia Klöckner (CDU), Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft. Quelle: Lisa Ducret/dpa
Berlin

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner hat Verbraucher, Handel, Restaurants und Produzenten zu einer gemeinsamen Anstrengung gegen Nahrungsverschwendung aufgefordert.

„Weniger Lebensmittel wegzuwerfen, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. „Wir kaufen oft zu viel ein, lagern unsere Lebensmittel häufig falsch und verwerten die übrig gebliebenen Reste nicht weiter“, erläuterte sie mit Blick auf die privaten Haushalte.

Nach einer neuen Studie von Experten der Universität Stuttgart, aus der die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag zentrale Zahlen nannte, wandern hierzulande jährlich fast 13 Millionen Tonnen Lebensmittel in den Müll.

Die Berechnungen, bezogen auf das Jahr 2015, zeigen auch: Mehr als die Hälfte davon (55 Prozent oder knapp 7 Millionen Tonnen) werfen die Verbraucher zu Hause weg.

Mindesthaltbarkeitsdatum nicht überbewerten

Klöckner sagte der dpa: „Jeder entlang der Lebensmittelkette kann seinen Beitrag leisten.“ Sie hat die Verbraucher wiederholt ermuntert, Essen nicht automatisch wegen des Mindesthaltbarkeitsdatums wegzuwerfen.

Man solle auch Abgelaufenes prüfen und dabei „sehen, riechen, schmecken“. Das sei ein Beitrag zum Umweltschutz: „Denn für einen verzehrfertigen Apfel werden 70 Liter Wasser benötigt, für ein Kilogramm Käse sind es 5000 Liter“, erläuterte Klöckner.

Das Bundeskabinett hatte im Februar eine von Klöckner vorgelegte Strategie beschlossen, die mehr Informationen, Forschungsförderung und eine Reihe von freiwilligen Maßnahmen vorsieht.

Definiert werden sollen Zielmarken, die die Bereiche jeweils umsetzen sollen: Bauern, Verarbeiter, Groß- und Einzelhandel, Außer-Haus-Verpflegung und Gastronomie sowie Haushalte.

Ziel ist, Essensabfälle im Einzelhandel und bei den Haushalten bis 2030 zu halbieren. Umweltschützer und Opposition kritisieren den Mangel an Verbindlichkeit. Am Donnerstag begann eine Europäische Nachhaltigkeitswoche.

Von RND/dpa/lf

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