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Nachrichten Politik Shutdown: CNN-Reporter startet Spendenaufruf
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10:14 22.01.2019
US-Präsident Donald Trump serviert Fastfood im Weißen Haus – es eine der vielen Folgen des Regierungsstillstands in den USA. Quelle: imago/UPI Photo
Washington

„Seit über vier Wochen bekommen mehr als 800.000 Staatsbedienstete und mehr als zwei Millionen staatlich Beauftragte kein Geld. Die Menschen sind zunehmend verzweifelt.“ Mit diesen drastischen Worten wendet sich CNN-Moderator Victor Blackwell an seine Zuschauer. Angesichts des anhaltenden Shutdowns in den USA startet er kurzerhand einen Spendenaufruf.

„Sie verkaufen ihre Hochzeitsringe, um die Miete zu bezahlen. Sie müssen entscheiden, ob sie Medizin kaufen oder ihre Stromrechnung bezahlen. Das sind arbeitende Menschen. Sie arbeiten für uns.“ – So schildert Blackwell die Situation der Betroffenen.

„Wir können uns gegenseitig durchfüttern“

Ein Spendenmarathon solle die entsprechende Sendung allerdings nicht sein, vielmehr wolle Blackwell weiterhin die politischen Ereignisse in Washington kritisch hinterfragen. Er sagte weiter: „Aber gleichzeitig weiß ich, dass wir uns verpflegen können. Die Menschen sollten sich nicht fragen müssen, woher die nächste Mahlzeit kommt. Wir können uns gegenseitig durchfüttern. Ich spende an die ,Atlanta Community Food Bank’. Überlegen Sie sich, ob nicht auch Sie Ihre lokale Tafel unterstützen wollen.“

Zahlreiche Twitter-Nutzer folgten der Aufforderung des CNN-Moderators bereits und spendeten kleine und große Beträge an die Tafeln.

20. Shutdown in der US-Geschichte

Mehr als vier Wochen nach Beginn des „Shutdowns“ kam zuletzt Bewegung in den festgefahrenen US-Haushaltsstreit zwischen Präsident Donald Trump und den Demokraten.

Eine Einigung ist dennoch nach wie vor nicht in Sicht: Schon kurz nach Bekanntwerden seines angeblichen Kompromissvorschlags lehnte Trumps demokratische Widersacherin Nancy Pelosi, die dem Repräsentantenhaus vorsteht, den Vorstoß ab.

Lesen Sie auch: Die 10 wichtigsten Versprechen von Trump

Grund für den Regierungsstillstand ist der Streit zwischen Trump und den Demokraten um die Grenzmauer zu Mexiko. Es ist bereits der 20. Shutdown in der Geschichte der USA. Der erste fand bereits 1976 statt. Damals stand die Regierung unter Präsident Gerald Ford zehn Tage lang still. Diesmal handelt es sich allerdings um den längsten Shutdown.

Von RND/lf

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