Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Politik Stephan Weil verzichtet auf Kandidatur zum SPD-Vorsitz
Nachrichten Politik Stephan Weil verzichtet auf Kandidatur zum SPD-Vorsitz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:19 29.07.2019
Berlin

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil wird sich im Herbst nicht um die Nachfolge von Andrea Nahles an der Spitze der SPD bewerben. Dies hat er den kommissarischen SPD-Vorsitzenden Manuela Schwesig, Malu Dreyer und Thorsten Schäfer-Gümbel am Wochenende in einer Telefonschalte mitgeteilt, erfuhr das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) aus Parteikreisen.

Weil habe demnach zudem erklärt, dass er SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil bei dessen Bewerbung unterstützen werde. Klingbeil werden seit längerem Ambitionen auf den SPD-Vorsitz nachgesagt. Wie Stephan Weil kommt auch er aus Niedersachsen. Seinen Wahlkreis „Rotenburg 1 – Heidekreis“ gewann Klingbeil bei der vergangenen Bundestagswahl als einer der wenigen Sozialdemokraten deutlich.

Gegenüber „Zeit Online“ hatte er zuletzt eine Kandidatur für den Parteivorsitz nicht ausgeschlossen. „Natürlich mache auch ich mir Gedanken. Aber alles zu seiner Zeit“, sagte er dem Medium. „Für mich gilt erst mal: Ich will das Verfahren auf den Weg bringen.“ Der SPD-Vorsitz sei „ein großartiger Job“, so Klingbeil.

Liste der Kandidaten für SPD-Parteivorsitz überschaubar

Klingbeil und Weil sind nicht die einzigen Namen, die aus Niedersachsen in Verbindung mit einer möglichen Kandidatur gebracht wurden. Auch der Name Boris Pistorius wird genannt, der des niedersächsischen Innenministers. Er soll mit einer Kandidatur an der Seite der sächsischen Integrationsministerin Petra Köpping liebäugeln. „Für mich steht derzeit nicht im Vordergrund, ob ich es machen würde oder könnte, sondern, welches die beste Lösung für die SPD ist“, hatte Pistorius vor einigen Wochen der „Welt am Sonntag“ gesagt. „Wenn es jemanden gibt, von dem ich glaube, dass er oder sie das kann, dann werden er und/oder sie meine volle Unterstützung haben.“

Noch bis zum 1. September können paritätisch besetzte Teams oder Einzelkämpfer ihr Interesse bekunden. Um zur Wahl zugelassen zu werden, ist die Unterstützung von fünf SPD-Kreisverbänden oder einem Bezirks- beziehungsweise Landesverband nötig. Eine interne Kommission um Ex-Bundestagspräsident Wolfgang Thierse prüft, ob diese Voraussetzungen erfüllt sind. Im Anschluss an die Bewerbungsphase sollen sich die Kandidaten in insgesamt 23 Regionalkonferenzen zwischen dem 4. September und dem 12. Oktober vorstellen.

Nach Stephan Weils Absage bleibt die Liste der Bewerber für den SPD-Vorsitz derweil überschaubar. Eine Kandidatur angekündigt hatten bislang unter anderem der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Karl Lauterbach und die Umweltpolitikerin Nina Scheer. Außerdem wollen Europa-Staatsminister Michael Roth und die ehemalige nordrhein-westfälische Familienministerin Christina Kampmann ins Rennen um den Vorsitz gehen. Sie sind bisher das einzige Bewerberpaar, dass alle Kriterien für eine Kandidatur erfüllt hat.

Die bisherige Parteivorsitzende Andrea Nahles war Anfang Juni mit der Begründung zurückgetreten, nicht mehr genügend Rückhalt in der Partei zu spüren.

Von Gordon Repinski/RND

In Deutschland wird die Beteiligung an einer marinen Mission in der Straße von Hormus nicht ausgeschlossen. Die Frage ist, ob der Konflikt um zwei festgesetzte Tanker gelöst werden kann, indem man weitere Kriegsschiffe in den Persischen Golf schickt, meint Thoralf Cleven.

29.07.2019

Der gerne mal rüde neue britische Premier Boris Johnson lässt manchmal auch Gnade walten: Er stellte die Ermittlungen gegen seinen Parteikollegen Mark Field wegen Misshandlung einer Aktivistin ein. Das könnte auch eigennützige Gründe haben.

29.07.2019

Nach dem Tod eines Achtjährigen, der von einem Mann in Frankfurt/Main vor einen einfahrenden ICE gestoßen worden war, bricht Bundesinnenminister Horst Seehofer seinen Urlaub ab. Er trifft sich mit den Sicherheitsbehörden.

29.07.2019