Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Politik Todesschuss auf Walter Lübcke: Gutachten zur Tatwaffe belastet Stephan E.
Nachrichten Politik Todesschuss auf Walter Lübcke: Gutachten zur Tatwaffe belastet Stephan E.
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:45 17.07.2019
Walter Lübcke (CDU). Quelle: Uwe Zucchi/dpa
Karlsruhe

Nach dem Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke haben Kriminaltechniker die Tatwaffe zweifelsfrei identifiziert. Ihr Gutachten belaste den Tatverdächtigen Stephan E. schwer, berichtete der „Spiegel Online“. Demnach wurde der tödliche Schuss auf Lübcke mit einer Waffe des Kalibers .38 Spezial abgegeben, die E. mit anderen Waffen auf dem Gelände seines Arbeitgebers vergraben hatte. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe wollte den Bericht am Mittwoch nicht kommentieren.

Laut „Spiegel Online“ handelt es sich um einen kurzläufigen Revolver des brasilianischen Herstellers Rossi. Stephan E. hatte den Ermittlern nach seiner Festnahme selbst von dem Versteck berichtet und die Namen zweier Männer genannt, über die er an die Tatwaffe gekommen sei. Aufgrund dieser Aussage sitzen Elmar J. und Markus H. ebenfalls in Untersuchungshaft, ihnen wird Beihilfe zum Mord vorgeworfen. Inzwischen hat E. sein ausführliches Geständnis widerrufen.

Lesen Sie auch: Nach Lübcke-Mord: Welche Rolle spielen Rechtsextreme in Niedersachsen?

Der CDU-Politiker Lübcke war Anfang Juni auf seiner Terrasse mit einem Kopfschuss getötet worden. DNA-Spuren am Tatort führten zu E., der seit Mitte Juni in U-Haft sitzt. Weil vieles auf einen rechtsextremen Hintergrund der Tat hindeutet, führt inzwischen der Generalbundesanwalt die Ermittlungen. E. hatte ursprünglich ausgesagt, er habe seine Familie durch kriminelle Ausländer bedroht gesehen, dazu hätten ihn islamistische Anschläge stark aufgewühlt. Lübcke, der 2015 die Einrichtung einer Flüchtlingsunterkunft bei Kassel verteidigt hatte, habe er daran eine Mitschuld gegeben.

Lesen Sie auch: Mordverdächtiger soll Walter Lübcke „Volksverräter“ genannt haben

Von RND/dpa

Annegret Kramp-Karrenbauer übernimmt das Amt der Verteidigungsministerin – ein Posten, der als Schleudersitz und Minenfeld gilt. Rücktritte, Affären und Fallstricke: Diesen Politikern wurde das Ministerium zum Verhängnis.

17.07.2019

Ursula von der Leyen freut sich nach ihrem Zittersieg im EU-Parlament. In den deutschen und internationalen Medien wird derweil insbesondere das Zustandekommen des Ergebnisses kritisiert. Die Pressestimmen zur Wahl.

17.07.2019

Auch an ihrem 65. Geburtstag leitet Angela Merkel die Kabinettssitzung in Berlin. Es werden zahlreiche Blumen überreicht und die neue EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verabschiedet.

17.07.2019