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Politik Online-Shopping bald ohne Gratis-Rücksendung?
Nachrichten Politik Online-Shopping bald ohne Gratis-Rücksendung?
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16:54 16.09.2019
Computertastatur mit Einkaufswagen-Symbol. Die Union erwägt, das kostenlose Rückgaberecht im Onlinehandel einzuschränken.
Berlin

In der Debatte um Klimapolitik nimmt die Union auch den Online-Versandhandel in den Blick und plädiert unter anderem für eine Einschränkung von Gratis-Rücksendungen. „Ich möchte unsere Innenstädte stärken. Dazu gehört es, den Einzelhandel zu stärken und Emissionen zu senken“, sagte der Vorsitzende der Kommunalpolitischen Vereinigung von CDU und CSU (KPV), Christian Haase, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Beim Onlinehandel sei etwa die Frage, „ob die kostenlose Rücksendung Standard sein muss“.

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Zudem sollte es in Innenstädten zentrale Anlieferungsstellen geben, sagte Haase. „Die Weiterleitung kann dann flexibel über ein kombiniertes Hol- und Bringsystem erfolgen und die Auslieferung über einen Anbieter.“

Auch der Einzelhandelsverband sieht Reformbedarf

Auch der Spitzenverband des deutschen Einzelhandels, der Handelsverband Deutschland (HDE) plädierte dafür, das sogenannte Fernabsatzrecht zu überdenken. „In manchen Fällen schicken Kunden die Ware so stark verschmutzt oder beschädigt zurück, dass die Produkte nicht mehr weiterverkauft werden können. Für diese Fälle sollte die Politik das Fernabsatzrecht anpassen und diese Ware vom Widerrufsrecht ausschließen“, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth dem RND.

Da die entsprechende Verbraucherschutz-Richtlinie EU-Recht sei, müsse es hier eine Einigung auf europäischer Ebene geben. Eine Initiative der EU-Kommission im vergangenen Jahr habe keine Mehrheit unter den EU-Mitgliedsstaaten gefunden. „Wenn die Politik das jetzt wieder aufgreift, so ist das ein richtiges Signal zur weiteren Reduzierung der Rücksendungen“, sagte Genth.

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Anmerkung: In einer früheren Version hieß es, Rücksendungen von Internet-Käufen seien während der Widerrufsfrist des Geschäfts von zwei Wochen grundsätzlich kostenlos möglich. Richtig ist, dass viele Online-Händler das Rücksende-Porto von sich aus erlassen. Tut er das nicht, muss der Kunde das Rücksende-Porto zahlen - es sei denn, der Händler hat über diese möglichen Kosten vor dem Kauf nicht informiert.

Von Daniela Vates, Rasmus Buchsteiner/RND

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