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Politik Was wissen Sie über Boris und den Backstop? Brexit – das Satirequiz
Nachrichten Politik Was wissen Sie über Boris und den Backstop? Brexit – das Satirequiz
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15:54 03.09.2019
Ohne Briten kein Brexit: die Flagge des Vereinigten Königreichs. Quelle: bruiser - stock.adobe.com

Welcome back: Das britische Parlament ist zurück aus dem Zwangsurlaub. Von Erholung kann keine Rede sein: Noch einmal wollen die Gegner eines EU-Austritts ohne Deal einen Versuch unternehmen, das Chaos zu verhindern. Schon wieder ein letzter Versuch. Es gab fast so viele letzte Versuche, den No-Deal-Brexit zu verhindern, wie Abschiedstourneen von Phil Collins. Höchste Zeit, einmal Licht ins Dunkel zu bringen. Sind Sie ein Brexit-Experte, auch wenn Sie das Wort nicht mehr hören können? Finden Sie es heraus in unserem satirischen Brexit-Quiz. Wer die meisten Antworten richtig beantwortet, darf zur Belohnung „Don’t Look Back in Anger“ von Oasis so laut hören, wie er möchte. Zehn Fragen – los geht’s:

1. Wer trägt die Schuld am Brexit-Dilemma?

A) Natürlich die EU. Die EU trägt schließlich die Schuld an allem, was nervt: an Videoschiedsrichtern, kühlschrankharter Butter, Blisterverpackungen, kaputten Einkaufswagenrädern, Montag.

B) Natürlich die Briten. Ohne die Briten gäbe es gar keinen Brexit. Schlussfolgerung: Sie sind schuld.

C) Der intrigante Diener Thomas aus „Downton Abbey“.

D) Die SPD.

2. Was bedeutet „Backstop“?

A) Backstop ist ein Schreibfehler. Ein Buchstabe ist falsch. Richtig muss es natürlich heißen: Backshop.

B) Backstop? So heißt die nächste Abschiedstournee von Phil Collins.

C) Backstop bedeutet, dass Großbritannien im Falle eines ungeregelten Austritts in einer Zollunion mit der EU und im Binnenmarkt verbleibt, um eine harte Grenze zwischen Nordirland und der Republik Irland zu verhindern, denn weil Nordirland mit Backstop Teil des Binnenmarktes bliebe, Großbritannien aber nicht, gäbe es Grenzkontrollen zwischen Nordirland und Großbritannien, aber nicht zwischen Nordirland und Irland. Klar so weit? Diese Regelung gilt nur in ungeraden Jahren und in den Monaten, in denen man Muscheln essen kann. Wer das verstanden hat, wird nächster Premierminister.

D) Keine Ahnung. Müsste ich googeln.

3. Warum wollen die Briten überhaupt den Brexit?

A) Why not?

B) Weil in der Sekunde des EU-Austritts das alte britische Empire wieder vollständig aufpoppt wie ein Airbag und alles wieder gut ist.

C) Warum lecken sich Hunde am Schwanz? Weil sie es können.

D) Die Briten wollen den Brexit gar nicht. Sie sind nur zu höflich, sich selbst gegenüber den Fehler einzugestehen.

4. Wie ließe sich das Brexit-Problem lösen?

A) Großbritannien könnte sich selbst an Donald Trump verkaufen und mit dem Erlös Kartoffeln und Brot für den ersten Hungerwinter erwerben. Wenn das Geld alle ist, reicht die EU der Insel die rettende Hand.

B) Boris Johnson könnte beim Polo von einem Ball so hart am Kopf getroffen werden, dass er künftig mit einem seltenen walisischen Akzent spricht und nicht verhandlungsfähig ist.

C) Mel Gibson übernimmt mit schottischen Fachkräften für Landschlachten die Kontrolle über das Vereinigte Königreich, England wird zur schottischen Kolonie und bleibt EU-Mitglied.

D) Gar nicht. Niemals.

5. Wer war noch mal Theresa May?

A) Theresa who?

B) War das nicht diese Geigerin?

C) Britische Influencerin, die Hochwasserhosen wieder en vogue gemacht hat.

D) Premierministerin; galt zuletzt in der britischen Politik als engste Vertraute von absolut niemandem.

6. Warum gibt es noch keinen Italxit, Francexit, Germxit, Slowakxit oder Öxit?

A) Weil das niemand aussprechen kann.

B) Weil Frankreich und Deutschland die EU erfunden haben. Das wäre ja, als ob Peter Gabriel Genesis verlassen hätte. Oh, wait …

C) Weil der Öxit bereits stattfand, als Mesut Özil die deutsche Fußball-Nationalmannschaft verlassen hat.

C) Weil Slowakxit klingt wie eine finnische Metalcore-Band.

Mögliche Brexit-Szenarien (vereinfachte Darstellung) von Isabel Hardman, Assistant Editor bei „The Spectator“, via Twitter.

7. Was will Boris Johnson?

A) Das weiß niemand.

B) Endlich einen angemessenen Titel. Sein Vorschlag: His Royal Highness The Prince Alexander Boris de Pfeffel Johnson, Duke of Grafton and Earl of Pembroke and Montgomery, Duke of Rothesay, Earl of Carrick, Baron of Witchita, Lord of the Isles, Prince and Great Steward of Scotland, Knight Companion of the Most Noble Order of the Garter, Knight of the Most Ancient and Most Noble Order of the Thistle, Great Master and First and Principal Knight Grand Cross of the Most Honourable Order of the Bath, Member of the Order of Merit, Knight of the Order of Australia, Companion of the Queen’s Service Order, Member of Her Majesty’s Most Honourable Privy Council, Aide-de-camp to Her Majesty.

C) Maoam

D) Eine Frisur

8. Ist es möglich, dass Großbritannien doch noch in der EU bleibt?

A) Ja

B) Nein

C) Vielleicht

D) Bitte ankreuzen

9. Darf man als Mitteleuropäer nach dem Brexit noch nach England reisen?

A) Ja, aber man muss seine mitteleuropäische Kleidung an der Grenze gegen Lumpen und Fußsäcke eintauschen, um die Einheimischen nicht zu provozieren.

B) Ja, aber Dörrpflaumen und Muschelketten nicht vergessen. Wichtige Tauschmittel.

C) Ja, denn Reisen ist billiger als Telefonieren. Ein losgelöstes Großbritannien liegt bei der Telekom in Ländergruppe 17. Das bedeutet: Ein Ferngespräch kostet pro Minute drei Fantastilliarden und 60 Cent.

D) Nein. Man wird an der Grenze von Häschern in einen Sack gesteckt und ins Meer geworfen.

10. Dürfte Großbritannien nach einem EU-Austritt später wieder eintreten?

A) Nein. Weggegangen, Platz vergangen.

B) Ja. Jederzeit unbürokratisch möglich. Kein Formblatt erforderlich. Anruf genügt.

C) Schon, aber der Eintritt kostet den Verstand.

C) Ja, aber beim Wiedereintritt in die EU-Atmosphäre muss der Winkel stimmen, sonst prallt England ab und fliegt ins Nirgendwo davon.

Die Lösungen (richtige Antworten):1. B), 2. D), 3. A), 4. A), 5. D), 6. A), 7. B.), 8. C), 9. B), 10. B) - Sie haben mehr als fünf korrekte Antworten? Herzlichen Glückwunsch! Dann dürfen Sie zur Belohnung „Don’t Look Back in Anger“ so laut hören, wie Sie wollen.

Von Imre Grimm/RND

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