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Politik Zahl der Riester-Verträge weiter leicht rückläufig
Nachrichten Politik Zahl der Riester-Verträge weiter leicht rückläufig
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05:00 07.08.2019
Die Zahl der Riester-Verträge geht zurück. Kritiker halten das Modell für gescheitert. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Berlin

Die Zahl der Riester-Verträge ist zuletzt leicht gesunken. Das geht aus der Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Demnach gab es Ende des ersten Quartals 2019 insgesamt rund 16,561 Millionen Riester-Verträge. Ende 2018 waren es 16,592 Millionen, Ende 2017 dagegen 16,607 Millionen. Offenbar werden bei rund 20 Prozent aktuell keine Beitragszahlungen geleistet. „Der Anteil der ruhend gestellten Riester-Verträge wird aktuell auf gut ein Fünftel geschätzt“, so das Bundesfinanzministerium.

Linken-Sozialexpertin Sabine Zimmermann sagte dem RND, die Riester-Rente sei gescheitert. „Viele, die einen Vertrag haben, können irgendwann die Beiträge nicht mehr aufbringen. Gerade Geringverdiener brauchen jeden Euro für das tägliche Überleben“, sagte die Bundestagsabgeordnete. „Bei den laufenden Verträgen wird ein beträchtlicher Teil der Rendite durch hohe Abschluss- und Verwaltungsgebühren zunichte gemacht. Unter dem Strich war Riester mehr ein Konjunkturprogramm für die Versicherungswirtschaft als ein sinnvolles Instrument der Alterssicherung.“

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Von Rasmus Buchsteiner/RND

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