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Nachrichten Politik Zahl unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge stark gesunken
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19:05 26.04.2019
Jugendliche Flüchtlinge sitzen in Neumünster in der zentralen Inobhutnahme für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (Archivfoto). Quelle: Carsten Rehder/dpa
Luxemburg

Die Zahl minderjähriger Flüchtlinge, die ohne Begleitung die EU erreichen, ist im vergangenen Jahr deutlich gesunken. Wie das europäische Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg mitteilte, wurden 2018 rund 19.700 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in den EU-Staaten registriert. Das war ein Drittel weniger als 2017 (31.400). Die größte Zahl unbegleiteter Minderjähriger fand Zuflucht in Deutschland, Italien und Großbritannien.

In Deutschland und Italien reduzierten sich die Registrierungen sogar um jeweils mehr als die Hälfte. Deutschland nahm rund 4100 unbegleitete Minderjährige auf (2017: rund 9100), Italien rund 3900 (2017: 10.000). In Großbritannien stieg die Zahl derweil auf 2900 (2017: 2200). Auch in Griechenland erhöhte sich die Zahl leicht auf 2600 (2017: 2500).

2015 kamen 95.200 unbegleitete Minderjährige in die EU

Die überwiegende Mehrzahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge (86 Prozent) war männlich. Drei Viertel waren 16 oder 17 Jahre alt. 14- und 15-Jährige machten einen Anteil von 17 Prozent aus, unter 14-Jährige einen Anteil von 7 Prozent. Mehr als die Hälfte der Kinder und Jugendlichen, die allein in die EU flüchteten, kamen aus Afghanistan, Eritrea, Pakistan, Syrien, Guinea oder aus dem Irak.

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Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge werden als besonders schutzbedürftig behandelt. In Deutschland kommen sie nach der Einreise beispielsweise in die Obhut der Jugendämter, die eine Familie oder Einrichtung für die Unterbringung suchen. Sie kommen nicht wie Erwachsene in Sammelunterkünfte.

Die Zahl unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge war seit 2013 gestiegen mit einem Höhepunkt im Jahr 2015: Damals kamen laut Eurostat 95.200 unbegleitete Minderjährige in die EU. Danach nahm die Zahl wieder ab. Die 19.700 Registrierungen im vergangenen Jahr liegen sogar wieder unterhalb des Niveaus von 2014 (23.100).

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Von RND/epd