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Politik „Zum Händeschütteln“: Trump trifft Kim an innerkoreanischer Grenze – und lädt ihn ein
Nachrichten Politik „Zum Händeschütteln“: Trump trifft Kim an innerkoreanischer Grenze – und lädt ihn ein
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12:01 30.06.2019
Donald Trump und Kim Jong Un Quelle: Susan Walsh/AP/dpa
Panmunjom

Als erster amtierender US-Präsident hat Donald Trump nordkoreanischen Boden betreten. An der innerkoreanischen Grenze vollzog er am Sonntag einen historischen Handschlag mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. Bei dem Treffen am Grenzort Panmunjom sagte Trump, er wolle Kim nun auch ins Weiße Haus nach Washington einladen.

Kim sagte, er hätte nicht erwartet, Trump jemals an der innerkoreanischen Grenze zu treffen. Trump betonte mehrmals sein gutes persönliches Verhältnis zu Kim, dem er bereits zweimal bei Gipfeltreffen in Singapur und Hanoi begegnet war. „Wir mochten uns vom ersten Tag an“, sagte Trump.

Trumps Einladung löst Last-Minute-Diplomatie aus

Trump hatte das Treffen angeblich in einer spontanen Einladung erst am Vortag via Twitter initiiert. In der Folge gab es eine hektische Last-Minute-Diplomatie, die offenbar zur Akzeptierung der Einladung seitens Nordkorea geführt hat.

„Gestern habe ich mir so gedacht: Hey, wir sind hier, lasst uns treffen“, hatte Trump kurz vor dem Treffen gesagt. Dann habe er seine Twitter-Nachricht herausgegeben. „Nur Händeschütteln und Hallo sagen“, sagte Trump.

Frieden für Korea?

Südkoreas Präsident Moon Jae In, der Trump in die entmilitarisierte Zone begleitete, hatte die Pläne für ein kurzes Treffen mit Kim als Ereignis von hoher Symbolkraft begrüßt. Ein Treffen zwischen Trump und Kim wäre ein „bedeutender Meilenstein“, hatte Moon gesagt. Er könne fühlen, „dass die Blume des Friedens auf der koreanischen Halbinsel“ blühe.

Im Video: Historisches Treffen in Korea

Die entmilitarisierte Zone (DMZ) trennt Süd- und Nordkorea seit ihrem Bruderkrieg (1950-53) auf vier Kilometern Breite und etwa 250 Kilometern Länge.

Darum geht es im Streit mit Nordkorea

Trump und Moon wollen Angaben des Weißen Hauses zufolge ihre Anstrengungen fortsetzen, eine vollkommen überprüfbare atomare Abrüstung Nordkoreas zu erreichen. Außerdem sollen die Beziehungen zwischen den USA und Südkorea gestärkt werden.

Seit dem gescheiterten Gipfeltreffen zwischen Trump und Kim Jong Un im Februar in Vietnam gibt es keine Fortschritte im Atomstreit mit Nordkorea. Beide Seiten konnten in der zentralen Frage der atomaren Abrüstung Pjöngjangs und Gegenleistungen der USA keine Einigung erzielen. Von ihrem ersten Gipfel in Singapur im Jahr 2018 waren hoffnungsvolle Signale ausgegangen.

Kim hatte seine Bereitschaft zu einer „kompletten Denuklearisierung“ bekräftigt. Doch gibt es bisher keine konkreten Zusagen, bis wann die kommunistische Führung in Pjöngjang ihr Atomwaffenarsenal abrüsten will.

Mehr lesen: USA bereit zu neuen Atom-Gesprächen mit Nordkorea

Von RND/dpa/AP

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