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Wirtschaft Dann steht Telekom-Kunden Schadenersatz zu
Nachrichten Wirtschaft Dann steht Telekom-Kunden Schadenersatz zu
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11:33 28.11.2016
Unter Umständen haben Telekom-Kunden Anspruch auf Schadenersatz. Quelle: dpa
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Hannover

Wem durch massiven Netzausfall tatsächlich ein Schaden entstanden ist, kann diesen auch zivilrechtlich geltend machen. Bevor man aber juristische Schritte einleitet, sollte man erst einmal das Gespräch mit dem Unternehmen suchen und den Sachverhalt detailliert schildern, rät die Verbraucherzentrale Bundesverband.

Wie viel Schadenersatz muss die Deutsche Telekom zahlen?

In ihren „allgemeinen Geschäftsbedingen Festnetz- und Mobilfunk-Anschlüsse“ regelt die Telekom etwaige Schadenersatzansprüche ganz konkret. Kunden stehen im Einzelfall eines Vermögensschadens maximal 12.500 Euro zu, vorausgesetzt, das Unternehmen hat den Schaden nicht vorsätzlich herbeigeführt.

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„Entsteht die Schadenersatzpflicht durch eine einheitliche Handlung oder ein einheitliches Schaden verursachendes Ereignis gegenüber mehreren Endnutzern und beruht dies nicht auf Vorsatz“, so ist die Schadenersatzpflicht auf höchstens zehn Millionen Euro begrenzt, heißt es dort weiter.

Im Fall einer massiven Störung oder einen möglichen Hackerangriff, werde die Höchstsumme „in dem Verhältnis gekürzt, in dem die Summe aller Schadenersatzansprüche zur Höchstgrenze steht“, schreibt die Telekom.

Von den Sonntag aufgetretenen Störungen bei der Deutschen Telekom waren bundesweit zeitweise bis zu 900.000 Router betroffen.

Von RND/are/dpa