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Nachrichten Wirtschaft Fridays for Future und Aktionäre fordern nachhaltigeres RWE
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13:46 03.05.2019
Die Protestbewegung "Fridays for Future" demonstriert vor Beginn der RWE - Hauptversammlung. Quelle: Roland Weihrauch/dpa
Essen

Vor Beginn der Hauptversammlung des Energiekonzerns RWE haben am Freitag in Essen Umweltgruppen für ein schnelles Ende der Kohleverstromung demonstriert. Sie forderten zudem den Erhalt des Hambacher Forsts und ein Ende der Umsiedlungen im Rheinischen Braunkohlerevier.

Schüler aus der ProtestbewegungFridays for Future“ blockierten einen Ausgang der U-Bahn-Station an der Grugahalle. Die Polizei ließ sie zunächst gewähren, weil die Aktionäre über andere Ausgänge zu der Halle gelangen konnten, wie ein Sprecher sagte.

Die Klimaschutz-Aktivistin Luisa-Marie Neubauer forderte auf der Hauptversammlung des Energiekonzerns RWE einen schnellen Ausstieg aus der Kohleverstromung. „Kein Konzern in ganz Europa trägt mehr Verantwortung für die Klimakrise als RWE“, sagte die Vertreterin der Schüler-Protestbewegung „Fridays for Future“ am Freitag vor den RWE-Aktionären.

RWE ist der größte Stromerzeuger in Deutschland. Der Konzern steht vor allem wegen seiner Braunkohlekraftwerke und dem Ausbaggern der Tagebaue im Rheinischen Revier in der Kritik von Umweltschützern.

RWE fordert Entschädigungen

Nach dem Willen der Kohlekommission sollen in Deutschland bis 2038 alle Kohlekraftwerke abgeschaltet werden. In einem ersten Schritt sollen bis 2022 rund 3 Gigawatt Braunkohlekapazität zusätzlich vom Netz genommen werden. Das würde vor allem RWE treffen. Konzernchef Rolf Martin Schmitz hat dafür bereits Entschädigungen in Milliardenhöhe gefordert.

RWE produziert seinen Strom derzeit mit Kohle, Gas und Kernkraft. Das soll sich mit dem großangelegten Tauschgeschäft mit dem alten Rivalen Eon ändern. Der Braunkohleverstromer würde dadurch nach eigenen Angaben schlagartig zur Nummer drei bei den erneuerbaren Energien in Europa und weltweit die Nummer zwei bei der Windkraft auf See.

Das ist offenbar auch im Sinne der RWE-Aktionäre: Nach Angaben von Besuchern der Hauptversammlung forderten unter anderem die Sparkassen-Investment-Gesellschaft Deka sowie Union Investment RWE auf, verstärkt auf Nachhaltigkeit zu setzen.

Von RND/dpa

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