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Wirtschaft Getreide: Das wächst in Deutschland
Nachrichten Wirtschaft Getreide: Das wächst in Deutschland
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15:23 06.08.2019
Der neue Mähdrescher LEXION von CLAAS im Einsatz. Quelle: CLAAS KGaA mbH

Die Bäckereien der Bundesrepublik bieten insgesamt über 3200 verschiedene Brotsorten an. Damit das möglich ist, müssen Landwirte auch weiterhin gute Qualitäten und Erträge erzielen. Das allerdings stellt angesichts der derzeitigen Witterungsbedingungen eine echte Herausforderung dar. Bei Wetterverhältnissen, die zwischen kühl und nass und heiß und trocken schwanken, bleiben den Landwirten während der Erntezeit manchmal nur wenige Tage für die Ernte. Umso wichtiger, dass die Erntemaschinen schnell und effizient arbeiten, damit das Getreide auch in kleinen Erntezeitfenstern bei optimaler Qualität geerntet werden kann.

Erntemaschinen müssen auch bei widrigen Bedingungen optimale Ergebnisse erzielen. Deshalb ist es für Landwirte entscheidend, in leistungsfähige und effiziente Mähdrescher zu investieren. Ganz neu auf dem Markt ist der Mähdrescher LEXION von CLAAS, der mit modernster Technik ausgestattet ist. Die vollautomatische Einstellung „Cemos Automatic“ stellt einen optimalen Durchsatz und ideale Druschqualität sicher. Auch die neuen Dreschwerke verbessern die Drusch- und Abscheideleistung deutlich. Die hydraulische Dreschkorbklappe und die schwenkbare Dreschkorbleiste reagieren zudem schnell auf Fruchtartenwechsel und die damit verbundenen unterschiedlichen Bedingungen auf dem Feld.

Quelle: pixabay / aureliofoxrj
 

Getreidearten in Deutschland

Doch welche Getreidearten gibt es eigentlich? Welche wachsen hierzulande und wofür werden sie verwendet? Bereits vor Jahrtausenden wurden im Nahen Osten sogenannte Süßgräser angepflanzt, die sich schließlich auf der ganzen Welt ausbreiteten. Was heute geerntet wird, sind die Nachkommen dieser Süßgräser, die im Laufe der Jahrtausende immer wieder verändert und neu kultiviert wurden. Diese Veränderungen wurden unter anderem vorgenommen, um die Pflanzen an die jeweiligen Bedingungen ihres Standortes anzupassen. In Deutschland gibt es insgesamt sieben nennenswerte Getreidearten, von denen es jeweils viele verschiedene Sorten gibt. Zudem werden einige der Getreidesorten in Sommer- und Wintergetreide unterteilt. Die wichtigsten Getreidearten sind Weizen, Gerste, Roggen und Hafer.

Weizen

Bis zum Jahr 1960 galt Roggen als das wichtigste Brotgetreide, wurde danach aber vom Weizen abgelöst. Immerhin auf einem Drittel der Anbauflächen in Deutschland wächst das beliebte Getreide. Es gibt über 1000 verschiedene Weizensorten, von denen der Weichweizen die wirtschaftlich größte Bedeutung hat. Aus den Körnern wird Mehl gemahlen, das zur Herstellung vieler Lebensmittel wie Brot, Kleingebäck und Kuchen benötigt wird.

Gerste

Gerste zählt zu den ältesten Getreidesorten. Die Wintergerste wird vor allem als Tierfutter genutzt und zeichnet sich durch einen hohen Eiweißgehalt und hohe Erträge aus. Die Sommergerste hingegen kommt hauptsächlich als Braugerste zum Einsatz – das Malz ist Grundbestandteil der Herstellung alkoholischer Getränke wie Bier oder Whiskey. Zudem hat Gerstengras als Nahrungsergänzungsmittel an Bedeutung gewonnen, da es reich ist an Vitaminen wie B12, A, C, E oder K und Mineralstoffen wie Eisen, Zink und Calcium. Dennoch ist die positive Wirkung von Gerstengras als Nahrungsergänzungsmittel nicht nachgewiesen. Denn die meisten der enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe nehmen Menschen bereits ausreichend über ihre normale Ernährung auf.

Roggen

Roggen gilt als sehr robustes Getreide. Da es nur sehr langsam austrocknet und sich aus diesem Grund hervorragend als Vorratsbrot eignet, hatte es vor allem früher große Bedeutung für die Ernährung der Bevölkerung. Außerdem gilt Roggenbrot als besonders verträglich, da es den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen lässt, länger sättigt und viele Ballaststoffe sowie Eisen und Magnesium beinhaltet. Des Weiteren wird es als Süßungsmittel eingesetzt, und das Roggenmalz wird zur Herstellung von Bier sowie Spirituosen wie Wodka genutzt.

Hafer

Hafer war einst wichtiges Futtermittel für Transport- und Militärpferde. Auch heute ist das Getreide sehr beliebt und erlebt aktuell einen regelrechten Hype, ob als sogenannte Overnight Oats (Haferflocken, die über Nacht in Milch oder Eiweiß eingeweicht werden), als Müsli zum Frühstück, als vegane Milchalternative oder in Form pflanzlicher Bratlinge. Nichtsdestotrotz wird das Getreide in Deutschland relativ wenig angebaut und muss daher häufig sogar importiert werden.