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Wirtschaft „Leipziger Aufbruch 2020“ fordert praxisnahe Corona-Hilfen
Nachrichten Wirtschaft

Leipziger Aufbruch fordert konkretere Corona-Hilfen für Wirtschaft

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15:54 29.06.2020
Der "Leipziger Aufbruch 2020", die Interessengemeinschaft Leipziger Unternehmer, Wirtschaftsverbänden und Interessenvertretungen, bei einem ihrere Meetings im Plagwitzer CoWorking-Space "Wunderbar". Quelle: Frank Schmiedel
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Leipzig

Die Corona-Krise hat seit März 2020 die deutsche Wirtschaft hart und unvorbereitet getroffen. Die Bundesregierung zeigte sich für die Folgen mit den unlängst beschlossenen Corona-Maßnahmen verantwortlich und ist zeitnah bestrebt, ein Konjunkturpaket zu verabschieden, welches die auch in dieser Krise liegenden Chancen nutzt und die deutsche Wirtschaft und Gesellschaft stabiler und zukunftsfähiger macht. Soweit, so gut. Aber nicht allem Unternehmern gehen die Maßnahmen weit genug, auch sind sie ihnen zu praxisfern.

Ein Kreis von Leipziger Unternehmern und Unternehmerverbänden hat sich seit Mai 2020 zusammen getan, um die aktuellen Bedarfe und Problemfelder herauszuarbeiten. Ziel ist es, der Bundes- als auch der Landesregierung konkrete Vorschläge vorlegen zu können, welche Impulse und Maßnahmen nötig sind, um die Wirtschaft aus der Krise heraus in eine nachhaltige Zukunft zu führen.

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„Leipziger Aufbruch 2020“

Die Beteiligten haben sich den Namen „Leipziger Aufbruch 2020“ gegeben – in Anlehnung an den Sinn-stiftenden Werbeslogan „Leipziger Freiheit“. Die Teilnehmer verstehen den Arbeitskreis als demokratische und dem Grundgesetz verpflichtete Interessengemeinschaft.

Die Idee zu dieser Kooperation verschiedener Akteure und der gemeinsamen Stellungnahme wurde beim Unternehmerstammtisch Leipziger Westen entwickelt. Ausgangspunkt der Überlegungen war die Frage, in welche Richtung sich deutsche Unternehmen grundsätzlich und branchenspezifisch entwickeln müssen, um zukunftsfähig aufgestellt zu sein, wie zielgerichtet und kleinteilig das Konjunkturpaket darauf reagieren muss.

Handlungslinien für Bund und Freisstaat

In zehn Punkten haben der Unternehmerstammtisch Leipziger Westen, Unternehmerverband Sachsen, Kreatives Leipzig, die Quantensprung Consulting UG und Communisystems Care GmbH sowie der Coworking-Space „Wunderbar“ ein kompaktes Paket an Vorschlägen erarbeitet, dass zur nachhaltigen Ausgestaltung der Konjunkturhilfen von Bund und Freistaat Sachsen beitragen soll. Das Papier wird seit Ende Mai an die wirtschaftspolitisch Verantwortlichen im Bund sowie im Freistaat Sachsen zur Stellungnahme und als konkrete Handlungslinie für die Gesetzgebung übergeben. Der „Leipziger Aufbruch 2020“ möchte somit den offenen Dialog zwischen Politik, Wirtschaftsvereinigungen und Unternehmen anstoßen.

Zehn Punkte für die Wirtschaft

Die IG „Leipziger Aufbruch 2020“ hat folgende zehn Standpunkte und praxisnahe Vorschläge herausgearbeitet:

1. Krisensicherung der Unternehmen durch Digitalisierung

2. Gezielte und Zielgruppen-gerichtete Förderung neuer Geschäftsmodelle – Hilfe zur Selbsthilfe

3. Förderung der Entbürokratisierung bei gleichzeitiger Einführung maßvoller Sicherheitsmaßnahmen gegen Betrug

4. Revitalisierung erfolgreicher, aber ausgelaufener Förderinstrumente

5. Freiere Gestaltung der Investitionsförderung und aktive Förderung der Resilienz

6. Förderung von Langfristigkeit und Sicherung von Nachhaltigkeit bei Unternehmen

7. Entwicklung eines Leitbildes mit der Möglichkeiten, den anstehenden wirtschaftlichen Wandels ehrlich aufzeigen

8. Erhaltung der Unternehmens-Liquidität

9. Rückbesinnung auf die Marke „Made in Germany

10.Verringerung der Förderebenen mit mehr regionalen Fördermöglichkeiten

Inhaltliche Details sind erläutert im Standpunktepapier des "Leipziger Aufbruch 2020":

Standpunkte_Leipziger Aufbruch 2020_28.06.2020_V2 (43 kB)

sowie „Kritik und Vorschläge zum Konjunkturpaket aus der Kreativwirtschaft (KKWi)":

Konjunkturprogramm fuer Deutschland - Ergaenzungen zur Kreativwirtschaft (176 kB)

Von Frank Schmiedel

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