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Wirtschaft Schmuck und Datenanalyse führen Leipziger Start-Up-Wachstum an
Nachrichten Wirtschaft Schmuck und Datenanalyse führen Leipziger Start-Up-Wachstum an
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16:36 23.01.2017
Drei Leipziger Unternehmen haben sich unter die Top 50 der wachstumsstärksten Start-Ups gearbeitet. (Symbolbild) Quelle: Emily Wabitsch
Leipzig

Berlin ist die deutsche Hochburg, wenn es um Start-Ups geht. Das geht aus dem aktuellen Wachstums-Ranking des Branchenportals Gründerszene hervor. 19 Unternehmen aus der Hauptstadt tummeln sich hinter Hamburg (7) und München (6) unter den Top 50. Doch Leipzig beginnt damit, das Feld mit drei Kandidaten langsam von hinten aufzurollen und eine immer größere Rolle im Gründerzirkus zu spielen.

Die Schmuck-Elfe im Haifischbecken

„Ein Leipziger Start-Up verkauft unter dem Namen Schmuck-Elfe Accessoires, die opulent wirken. Man könnte sie auch verspielt nennen. Oder eben kitschig“, schreibt Gründerszene über den Spitzenreiter unter den Messestädtern. Klingt harmlos – und trotzdem schwimmt die Schmuck-Elfe damit im Haifischbecken der wachstumsstärksten Start-Ups auf Platz 12. Eine Wachstumsrate von 477 Prozent kann die 2013 gegründete Firma vorweisen. Zum Vergleich: Auf dem Thron sitzt Lesara, ein Online-Shop für Mode und Deko, mit einer Wachstumsrate von 1425 Prozent. Gründerszene hat dafür in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG die letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre ausgewertet.

Von Armreifen, Colliers und Ohrringen über Ketten und Piercings bis hin zu Uhren – das Angebot der Schmuck-Elfe ist so breit wie es verspielt daherkommt. Den Schmuck lasse das Unternehmen bei Anbietern auf verschiedenen Kontinenten herstellen, verrät das Firmenoberhaupt gegenüber Gründerszene. In Zukunft seien auch eigene Ladengeschäfte in Metropolen angedacht. Aktuell habe die Schmuck-Elfe rund 55.000 Kunden aus verschiedenen Ländern, berichtet das Branchenportal.

Uni Leipzig als Brutstätte für Datenanalyse

Einst als Forschungsprojekt an der Uni Leipzig gestartet, rangiert DataVirtuality heute mit einer Wachstumsrate von 161 Prozent auf Platz 36 des Gründerszene-Rankings. Das Start-Up ist seit der Gründung 2012 im Bereich „Big Data“ unterwegs und bietet Kunden Analysesoftware an, um die Masse an auflaufenden Datensätzen überblicken, durchsuchen und miteinander in Bezug setzen zu können. Finanziert wird die Unternehmung aus dem Technologiegründerfonds Sachsen und dem High-Tech Gründerfonds.

Ebenfalls an der Uni Leipzig startete vor sieben Jahren die Geschichte von Webdata Solutions. Zunächst forschten die drei Gründerinnen zu Marktanalyse-Software, bis sie sich schließlich mit der eigenen Idee selbstständig machten. „Blackbee“ nennt sich die Software des Start-Ups. Das Programm wird zur Wettbewerbsbeobachtung genutzt, sammelt und verarbeitet nach Angaben des Unternehmens entsprechende Daten und soll damit unter anderem Entscheidungen über Preise und Sortimente unterstützen. Damit kann Webdata Solutions eine Wachstumsrate von 132 Prozent auf Platz 41 vorweisen. Im Ranking von 2015 landete das Start-Up mit 339 Prozent noch auf Platz 17.

Von André Pitz

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