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Wirtschaft Regional 40 Jahre Leiharbeit - In Sachsen seit 2005 verdoppelt
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft Regional 40 Jahre Leiharbeit - In Sachsen seit 2005 verdoppelt
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11:32 05.08.2012
In Sachsen gibt es immer mehr Leiharbeiter. Seit 2005 hat sich ihre Zahl laut Angaben der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit mehr als verdoppelt. Quelle: dpa
Leipzig

Mitte 2005 waren es knapp 23 100 Zeitarbeiter. Das entsprach einem Anteil von 1,7 Prozent an den im sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Ende 2011 waren 48 580 Arbeitnehmer als Leiharbeiter beschäftigt.

Das ist ein Anstieg um 123 Prozent. Der Anteil an den Gesamtbeschäftigten stieg auf 3,4 Prozent. Das ist deutlich über dem Bundeswert von 2,7 Prozent. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Beschäftigten insgesamt um 7,8 Prozent auf rund 1,45 Millionen Menschen.

Die Möglichkeit für Arbeitgeber, Leiharbeiter zu beschäftigen, gibt es seit 40 Jahren. Seit dem 7. August 1972 erlaubt es das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz, Arbeitnehmer an Unternehmen zu verleihen. Das regeln Zeitarbeitsfirmen. Gewerkschaften sehen die Arbeitnehmerüberlassung kritisch. Sie monieren unter anderem, dass Leiharbeiter oft schlechter bezahlt werden als ihre Kollegen von der Stammbelegschaft. Die Arbeitsagentur sieht Zeitarbeit hingegen als eine Chance, aus der Arbeitslosigkeit herauszukommen.

Nach den Angaben der Regionaldirektion ist Zeitarbeit in Sachsen hauptsächlich Männersache. 74,6 Prozent der Leiharbeiter im Freistaat sind Männer. In der Gesamtbeschäftigung liegt der Männeranteil bei knapp 51 Prozent. 71,5 Prozent der Leiharbeiter haben eine abgeschlossene Berufsausbildung. 94,5 Prozent sind in Vollzeit beschäftigt. Der Vollzeitanteil bei der Gesamtbeschäftigung liegt bei 79,4 Prozent.

dpa