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Wirtschaft Regional "Aktive Mittagspause" bei VW und Audi: Mitarbeiter in Leipziger Autohäusern protestieren für mehr Geld
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18:52 24.02.2014
Audi-Mitarbeiter protestieren vorm Audi-Zentrum in der Leipziger Richard-Lehmann-Straße. Quelle: Wolfgang Zeyen
Leipzig/Grimma

"Wir wollen endlich eine Angleichung an den Flächentarifvertrag für das KFZ-Gewerbe", sagte Gewerkschaftssekretär Steffen Reißig von der IG Metall, der in Grimma dabei war. An allen sieben Standorten zusammen zählte die Gewerkschaft 340 Teilnehmer. "Mit der Beteiligung sind wir sehr zufrieden."

Unmittelbar vor der nächsten Verhandlungsrunde wollte die IG Metall damit noch einmal Druck machen: Bei VW wird heute in Leipzig verhandelt, bei Audi morgen. Gestreikt wurde gestern aber noch nicht: Die Mitarbeiter kamen nur jeweils zur Mittagspause vor die Tür. Nach der 30-minütigen Pause gingen sie wieder an die Arbeit.

Betroffen von der "aktiven Mittagspause" waren die fünf Autohäuser von Volkswagen Automobile Leipzig (vier in Leipzig, eins in Grimma) sowie die beiden Audi-Zentren der Messestadt. Alle sieben gehören direkt den Herstellern. Anders als die Niederlassungen von Mercedes-Benz, BMW und Porsche zahlen sie aber nicht nach dem Tarif für das KFZ-Gewerbe. Vor drei Jahren habe man erstmals überhaupt einen Abschluss mit VW und Audi erzielt, berichtete Reißig. Doch die Bezahlung liege weit unter dem Niveau der Branche: "Bei Audi sind es sieben Prozent Rückstand, bei VW sogar 17 Prozent." Und dafür müssten die rund 600 Mitarbeiter an den sieben Standorten pro Woche sogar drei Stunden länger arbeiten. "Das muss sich ändern", forderte Reißig. Zwar hätten sowohl VW als auch Audi bei der ersten Verhandlungsrunde am 6. Februar deutliche Lohnerhöhungen in Aussicht gestellt, VW sogar zwölf Prozent in vier Stufen bis 2016. Von der Gewerkschaft wurde das als "lächerlich" zurückgewiesen. "Den Flächentarif erreichen wir so nie", sagte Reißig. "Wir brauchen endlich einen verbindlichen Stufenplan für die Angleichung. Alles andere ist für uns nicht verhandelbar."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.02.2014
Frank Johannsen

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