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12:42 29.05.2019
Die Zahl der Arbeitslosen in Leipzig ist im Mai leicht gestiegen, die Quote aber gesunken. (Archivbild) Quelle: Jan Woitas/dpa
Leipzig/Chemnitz

Die Zahl der Arbeitslosen in Leipzig ist im Mai leicht gestiegen – trotzdem sinkt die Quote auf 6,2 Prozent. Diese Diskrepanz erkläre sich mit der jährlichen Anpassung der lokalen Bezugsgröße, teilte die Arbeitsagentur in Leipzig am Mittwoch mit. Diese finde immer im Mai statt und hängt vom Erwerbspotenzial der Stadt ab. Weil viele Menschen nach Leipzig ziehen, gibt es auch mehr Menschen, die arbeiten – und somit steigt das Erwerbspotenzial.

Das wiederum beeinflusst die Arbeitslosenquote, die somit im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent sank. Trotzdem waren knapp 200 Menschen mehr ohne Job als noch im April. Vor einem Jahr habe sie bei 6,7 Prozent gelegen.

Sachsenweit positiver Trend

Entgegen dem Bundestrend sank die Zahl der Arbeitslosen in Sachsen. Im Mai waren im Freistaat rund 114.500 Männer und Frauen ohne Job gemeldet, teilte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Chemnitz mit. Im Vergleich zum April seien dies rund 2500 Arbeitslose weniger als im April. Damit setzte sich der Trend fort, dass seit Erfassung der Statistik im Jahr 1991 die Arbeitslosenzahl von April auf Mai stets zurückgegangen ist.

Die Arbeitslosenquote verringerte sich im Mai um 0,1 Prozentpunkte auf 5,4 Prozent und erreichte damit das bisherige Rekordtief vom November 2018. Vor Jahresfrist lag die Quote bei einer Arbeitslosenzahl von 126.600 noch bei 5,9 Prozent.

Mehr Beschäftigung, weniger Arbeitslosigkeit

„Alle drei Arbeitsmarktindikatoren verlaufen positiv. Die Arbeitslosigkeit sinkt, die Beschäftigung steigt und die Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen befindet sich weiter auf hohem Niveau“, sagte der Leiter der Regionaldirektion, Klaus-Peter Hansen. Im Mai waren den Angaben zufolge in Sachsen fast 38.000 freie Stellen gemeldet. Gut 85 Prozent davon seien als unbefristete Vollzeitstellen ausgeschrieben.

Die reale Zahl der Arbeitslosen lag im Mai laut Regionaldirektion bei mehr als 163.000 und damit 1,4 Prozent unter dem Wert vom April. Die sogenannte Unterbeschäftigung erfasst nicht nur die Menschen, die arbeitslos gemeldet waren, sondern auch Teilnehmer an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen wie Weiterbildungen und jene, die aus anderen Gründe wie Krankheit nicht für die Jobvermittlungen zur Verfügung standen.

Von jhz/dpa

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