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Wirtschaft Regional BMW-Werker in Leipzig fordern gleiche Arbeitszeit
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13:25 21.02.2019
Produktion des Elektroautos i3 in Leipzig. (Archivfoto) Quelle: dpa
Leipzig

Die Eingangshalle im Leipziger BMW-Werk war voll besetzt. Auf einer als Informationsveranstaltung bezeichneten Kundgebung von Betriebsrat und IG Metall machte ein Großteil der 5200 Beschäftigten der Fabrik Druck in Sachen Einheit bei der Arbeitszeit. „30 Jahre nach der Wende ist es höchste Zeit für die Ost-West-Angleichung“, sagte der aus München angereiste Gesamtbetriebsratsvorsitzende Manfred Schoch.

Alle westdeutschen Standorte des Autobauers unterstützten diese Forderung. Es könne nicht sein, „dass wir Unterschiede machen und BMW-Mitarbeiter für das gleiche Geld drei Stunden die Woche mehr arbeiten müssen“, kritisierte der Arbeitnehmervertreter. „Es ist Zeit, dass das Management versteht, dass wir uns das nicht gefallen lassen“, betonte der Leipziger Betriebsratschef Jens Köhler. „35 reicht.“

Während im Westen die 35-Stunden-Woche gilt, muss in den neuen Ländern bei gleicher Bezahlung drei Stunden mehr gearbeitet werden. Diese Regelung gilt seit dem Mauerfall. Während der Tarifrunde im vorigen Jahr wurde zwar in den Verhandlungen mit dem sächsischen Metallarbeitgeberverband VME zwar mit einem Eckpunktepapier zur Angleichung ein erster Durchbruch erzielt. Seitdem stocken allerdings die Gespräche.

Von Ulrich Milde

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