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Wirtschaft Regional Drohnen-Alarm in Frankfurt: Lufthansa leitet Maschinen nach Leipzig/Halle um
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft Regional Drohnen-Alarm in Frankfurt: Lufthansa leitet Maschinen nach Leipzig/Halle um
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12:44 09.05.2019
Drohen-Alarm am Donnerstag in Frankfurt. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Schkeuditz

Ein Drohnen-Alarm in Frankfurt hat dem Flughafen Leipzig/Halle am Donnerstag gleich mehrere Auslandsflüge der Lufthansa beschert. Weil der Rhein-Main-Flughafen am Morgen eine Dreiviertelstunde lang gesperrt war, leitete die Lufthansa vier Flüge nach Sachsen um: Die Maschinen aus Warschau, Oslo, Kopenhagen und Berlin-Tegel setzten statt am Main in Schkeuditz auf, bestätigte ein Flughafensprecher gegenüber LVZ.de.

Am härtesten traf es dabei die Passagiere aus Berlin: Um 7.37 hatte ihre Airbus A320 mit 22 Minuten Verspätung in Tegel abgehoben – und war dann kurz nach acht schon fast am Ziel. Doch statt in Frankfurt zu landen, drehte die Maschine zwei große Schleifen über den gesperrten Airport – und flog dann stattdessen weiter nach Leipzig/Halle, wo sie um 8.47 aufsetzte. Doppeltes Pech für die Passagiere: Schon wenige Minuten nach dem Kurswechsel wurde der Frankfurter Airport um 8.15 Uhr wieder freigegeben.

Die drei anderen Maschinen hatten den Kurs schon während des Fluges geändert: Die beiden Airbusse aus Kopenhagen und Oslo drehten über Fulda nach Osten ab, der A320 aus Warschau wendete in einem großen Bogen über Sonneberg.

Drohensichtung in Frankfurt sorgt für Sperrung

Grund für die Umleitungen: In Frankfurt war am Morgen eine Drohe gesichtet worden. Laut Deutscher Flugsicherung handelte es sich Zeugen zufolge um ein größeres Gerät mit einem Durchmesser von etwa 1,50 Meter. Es sei von mehreren Piloten im Süden des Geländes gesichtet worden. Aus Sicherheitsgründen wurde dort daher ab 7.30 Uhr alle Starts und Landungen abgesagt. Nach 45 Minuten wurde der Airport wieder freigegeben, weil keine Drohe mehr zu sehen waren.

Zwei der vier nach Leipzig umgeleiteten Airbusse flogen dann ab 10 Uhr von Leipzig aus doch noch Richtung Frankfurt. „Die Maschinen aus Warschau und Oslo sind nach Auftanken mit Passagieren nach Frankfurt weitegeflogen“, sagte der Airport-Sprecher. Die anderen beiden Maschinen hoben dagegen wenig später Richtung Spanien ab – ohne Passagier: Der Airbus aus Berlin flog leer nach Barcelona, der aus Kopenhagen nach Madrid.

Damit machte es die Lufthansa zumindest besser als vor drei Wochen Ryanair. Damals war der Flughafen Berlin-Schönefeld nach einer abenteuerlichen Notlandung der Bundesluftwaffe gesperrt worden und Ryanair leitete zwei Flüge nach Leipzig/Halle um. Anders als jetzt die Lufthansa ließ Ryanair aber alle Passagiere in Schkeuditz aussteigen – und flog dann leer nach Berlin. Die Passagiere mussten stattdessen den Bus nehmen – und kamen erst nach dem Flugzeug in Schönefeld an.

Von Frank Johannsen

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