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Wirtschaft Regional Ex-Stadtwerke-Boss Kleinsorg wird Bäder-Chef in Berlin
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18:43 30.07.2019
Verlässt Leipzig in Richtung Berlin: Stadtwerke-Chef Johannes Kleinsorg. Quelle: André Kempner
Berlin/Leipzig

Leipzigs gerade erst abgelöster Stadtwerke-Chef Johannes Kleinsorg findet einen neuen Job: Ab 1. September soll er Chef der Berlin Bäder-Betriebe werden, teilte Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Dienstag mit. Der 57-Jährige übernimmt den seit Monaten vakanten Posten von Andreas Scholz-Fleischmann, der schon im April in den Ruhestand gegangen ist.

Damit findet Kleinsorg nach seinem Ausscheiden in Leipzig nahtlos einen Anschlussjob. Denn sein Vertrag bei den Leipziger Stadtwerken läuft Ende August aus – und wurde nicht verlängert. Bereits am 1. Juli hatte in Leipzig sein Nachfolger Maik Piehler seinen Dienst angetreten. Kleinsorgs Stuhl hatte bereits im März 2018 kräftig gewackelt. Zunächst blieb er aber an Bord, sein Vertrag, der damals noch gut ein Jahr lief, wurde aber nicht verlängert.

Offiziell wurde sein Abgang damit begründet, dass die Geschäftsführung des Leipziger Stadtkonzerns – zu dem neben den Stadtwerken auch die Wasserwerke und die Leipziger Verkehrsbetriebe gehören – künftig aus vier Personen bestehen soll. Hinter den Kulissen war zu hören, dass Kleinsorg versucht haben soll, die Konzernleitung zu übernehmen und dabei Kollegen verprellt habe. Die Berliner Zeitung“ titelte daher am Dienstag mit Verweis auf Berichte der LVZ: „Kleinsorg startet nach Querelen in Leipzig in Berlin“.

„Ich freue mich, wieder in Berlin zu sein“

Am Dienstagvormittag stellte Berlins Innensenator Geisel den Manager als neuen Bäder-Chef in Berlin der Presse vor. „Ich freue mich, wieder in Berlin zu sein“, sagte Kleinsorg dort laut „Tagesspiegel. Schließlich war der gebürtige Göttinger schon von 1993 bis 1998 in der Hauptstadt, damals als Mitglied der Geschäftsleitung bei der Deutschen Gesellschaft für Mittelstandsberatung. Seine Söhne hatten in den Berliner Bädern, für die er nun zuständig sein wird, sogar ihre ersten Schwimmversuche unternommen.

Anschließend zog er weiter nach Nürnberg und Kiel, bevor er 2014 in Leipzig anheuerte. Dass es ihn nun zurück an die Spree zieht, begründete er Noch-Leipziger mit der „spannenden Aufgabe“ – und legte gleich noch einen Seitenhieb gegen seine Wahlheimat nach: „Manchmal hält sich Leipzig ja für das bessere Berlin, ich bin lieber für das Original tätig“, sagte er laut „Berliner Morgenpost.

„Die Herausforderungen sind groß und positiv“

„Die Berliner Bäder-Betriebe sind für unsere Stadt von enormer Bedeutung“, sagte Kleinsorgs neuer Chef Geisel zu der Ernennung. „Wir wollen sie noch leistungsfähiger, noch verlässlicher und noch gästefreundlicher machen. Das sind große Aufgaben, für deren Erfüllung ich dem neuen Vorstandsvorsitzenden viel Erfolg wünsche.“

„Der neue Bäderchef hat einen große Herausforderung vor sich“, kommentierte Stefan Förster, sportpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus. „Er muss die Bäder modernisieren, die Wasserfläche besser zum Nutzen von Vereins- und Schulsport und den Einzelschwimmern verteilen, wirtschaftlicher agieren und den Berliner Bäder-Betrieben ein moderneres Image verpassen.“

Das ist auch Kleinsorg bewusst. „Die Herausforderungen sind groß und positiv“, sagte er bei seiner offiziellen Vorstellung.

Von Frank Johannsen und Andreas Tappert

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