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Wirtschaft Regional Flixbus droht mit Streckenstreichungen in Sachsen
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft Regional Flixbus droht mit Streckenstreichungen in Sachsen
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14:34 08.11.2019
Die grünen Fernbuss von Flixbus könnten künftig seltener nach Mitteldeutschland kommen. Quelle: André Kempner
Leipzig

Wegen der geplanten Steuersenkung für Fernzüge droht der Fernbusbetreiber Flixbus mit dem Ausdünnen seines Streckennetzes. Auch in Mitteldeutschland wären zahlreiche Strecken bedroht, erklärte ein Firmensprecher auf LVZ-Anfrage. Vor allem Halte in ländlichen Gebieten stehen auf der Kippe.

„In Sachsen müsste das Angebot ab Hoyerswerda, Bautzen oder Görlitz kritisch geprüft werden“, sagte der Sprecher auf Anfrage. In Sachsen-Anhalt stehen Zeitz, Quedlinburg, Aschersleben, Köthen, Wernigerode und Halberstadt vor dem Aus, in Thüringen Eisenberg und Zella-Mehlis.

Damit wäre fast jedes vierte Flixbus-Ziel in Mitteldeutschland betroffen, wobei es Sachsen-Anhalt besonders hart träfe. Bisher steuert der Fernbusriese 47 Orte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen an.

Flixbus fordert Steuersenkung auch für Fernbusse

Grund ist die ab 2020 geplante Senkung der Mehrwertsteuer für Fernzügevon 19 auf 7 Prozent, während Fernbusse weiter den vollen Satz zahlen sollen. Das sei „eine einseitige und deutliche Bevorteilung eines Wettbewerbers“, kritisiert Flixbus – und fordert, selbst auch in den Genuss des Steuerrabatts zu kommen.

„Im Sinne einer nachhaltigen Verkehrswende müssen alle umweltfreundlichen Verkehrsträger gleichermaßen gefördert werden“, so der Sprecher. „Wir wünschen uns daher, dass auch der Fernbus als wichtiger Verkehrsträger für die Mobilität der Zukunft bei Steuerentlastungen entsprechend berücksichtigt wird.“

Entscheidung soll Ende 2020 fallen

Andernfalls, so droht das Unternehmen, müsse man das eigene Angebot auf den Prüfstand zu stellen. „Wir sind ein privater Anbieter und müssen daher auf die Wirtschaftlichkeit unseres Angebots achten“, sagte der Sprecher. „Von einer möglichen Streichung, die voraussichtlich 2021 in Kraft treten würde, wären rund 30 Prozent des Netzes betroffen.“

Endgültig entschieden sei über die konkreten Streichungen aber noch nicht. „Welche Halte am Ende wegfallen würde sich 2020 entscheiden.“

Von Frank Johannsen

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