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Wirtschaft Regional Generationswechsel bei Rotkäppchen: Letzter Heise-Mitstreiter geht in den Ruhestand
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16:36 13.11.2018
Ulrich Wiegel (links) mit Rotkäppchen-Chef Christof Queisser und dem Werbe-Model Maria. Quelle: Christian Modla
Freyburg

Fünf Jahre nach dem Rückzug von Gunter Heise von der Firmenspitze macht Rotkäppchen-Mumm den Genrationswechsel perfekt: Mit Ulrich Wiegel zieht sich auch der letzte der vier Manager, die die Sektkellerei 1993 von der Treuhand übernommen hatten, aus dem Management zurück, kündigte die Firma am Dienstag an. Der Manager, der im April 60 wird, gehe dann Ende April in den Ruhestand – nach 34 Jahren im Betrieb.

Wiegel hatte 1985 beim damaligen VEB Rotkäppchen angefangen. 1993 gehörte er zusammen mit Heise, dem späteren Mister Rotkäppchen, zu den vier Managern, die den Neustart der Ost-Marke wagten. Mit finanzieller Rückendeckung der Familie Eckes-Chantré als Mehrheitsgesellschafter übernahmen sie den Betrieb von der Treuhand und bauten ihn zum gesamtdeutschen Marktführer auf. Die vier Ost-Manager sind nach wie vor mit zusammen 42 Prozent an der Firma beteiligt. Damit schafften sie zeitweise sogar den Sprung auf die Liste der 1000 reichsten Deutschen.

Wiegels Nachfolger in Freyburg: Mike Eberle (50) wechselt vom Feinkosthersteller Kühne nach Sachsen-Anhalt und wird neuer Geschäftsführer Produktion, Qualitätsmanagement, Technik und Einkauf. Quelle: Rotkäppchen-Mumm

Nach dem Wechsel Heises in den Beirat 2013 war Wiegel der letzte der Vier, der noch im aktiven Management mitmischte. In der Geschäftsführung war er zuletzt für Produktion, Technik und Einkauf zuständig. „Wiegel ist mit seiner Persönlichkeit und Lebensleistung ein Vorbild für uns alle bei Rotkäppchen-Mumm“, sagte der seit 2013 amtierende Rotkäppchen-Chef Christof Queisser.

Als Nachfolger holt Queisser Mike Eberle vom Hamburger Feinkosthersteller Kühne nach Freyburg. Der 50-jährige promovierte Chemiker ist gebürtiger Hesse, bringt aber Ost-Erfahrung mit: 2008 war er ein Jahr lang Produktionschef bei Sachsenmilch in Leppersdorf.

Von Frank Johannsen

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