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Wirtschaft Regional Goldschmidt-Thermit-Gruppe legt weiter zu
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17:02 24.06.2019
Die Schleifer und Schweißer der Goldschmidt-Thermit sind an Bahngleisen weltweit aktiv. Quelle: Goldschmidt-Thermit
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Leipzig

Beim Thermit-Schweißen von Bahngleisen ist die Leipziger Goldschmidt-Thermit-Gruppe längst Weltmarktführer. Im vergangenen Jahr legte die Firma nun weiter zu: Der Umsatz stieg gegenüber 2017 um 17 Prozent auf 185 Millionen Euro.

„Wir haben unsere globale Marktführerschaft in einem kompetitiven Umfeld weiter ausgebaut“, sagte Firmenchef Hans-Jürgen Mundinger. „Unsere Investitionen in Forschung und Entwicklung in Leipzig zahlen sich heute aus. So setzen wir uns mit eigenen Produkten und Lösungen im globalen Wettbewerb durch.“ Die Forschungsabteilung mit 25 Mitarbeitern hatte die Firma 2014 im Ortteil Plaußig neu aufgebaut.

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Firma baut an Neuer Seidenstraße mit

Vor allem in China und Russland konnte die Firma Großaufträge an Land ziehen. So nutze die chinesische Staatsbahn jetzt Schleiftechnik von Goldschmidt Thermit für die Instandhaltung ihres Hochgeschwindigkeitsnetzes. Die russische Tochter GT-ATS holte einen Drei-Jahres-Vertrag von der dortigen Staatsbahn für Schweißarbeiten an Regionalbahnstrecken.

„Dadurch leistet die Goldschmidt Thermit Group auch einen wesentlichen Teil zur Ertüchtigung der Neuen Seidenstraße, auf der heute schon große Warenströme von China nach Europa rollen“, so Mundinger. In Italien ist Goldschmidt Thermit mit einem speziellen Zweiwegefahrzeug unterwegs, um die zum Teil mehr als 100 Jahre alten Eisenbahnbrücken zu überprüfen.

Sitz wurde 2004 von Essen nach Leipzig verlegt

Die Geschäftsidee der Firma basiert auf einem 1893 in Essen von Hans Goldschmidt entwickelten und seither ständig verbesserten Verfahren zum sicheren Verschweißen von Schienen. Weltweit werden 60 Prozent der Gleise nach diesem Prinzip verbunden. 2004 verlegte die Firma dann ihren Hauptsitz von Essen nach Leipzig. Rund 100 Mitarbeiter sind hier heute beschäftigt.

Erst vor einem halben Jahr hatte Goldschmidt Thermit die PLR Prüftechnik Linke & Rühe aus Magdeburg übernommen. Dadurch übersprang die Mitarbeiterzahl der Gruppe erstmals die Marke von 1000. Derzeit sind es mehr als 1200 Mitarbeiter.

Größter Produktionsstandort ist in Halle-Ammendorf, wo Goldschmidt Thermit nach der Wende das 1922 gegründete Werk zurückgekauft hatte. 2005 baute Goldschmidt Thermit dort dann ein komplett neues Werk – für 13 Millionen Euro. Der Standort befindet sich in der Nähe des Waggonbaus Halle-Ammendorf

Von Frank Johannsen

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