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Wirtschaft Regional IWH hebt Prognose für Ostdeutschland an: Wirtschaft wächst schneller als im Westen
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12:10 13.06.2019
Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) rechnet im Osten mit etwas mehr Wachstum als bisher. Quelle: Hendrik Schmidt/dpa
Halle

Die Abkühlung der Konjunktur trifft Ostdeutschland offenbar weniger stark als bisher befürchtet. Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) schraubte seine Prognose für das Wachstum im Osten am Donnerstag nach oben: Statt der bisher erwarteten 0,7 Prozent Wachstum rechnet das Institut in diesem Jahr jetzt mit 0,8 Prozent.

Für Gesamtdeutschland ließ das Institut die Prognose dagegen unverändert bei 0,5 Prozent. Mit diesem Wert hatte das IWH auch schon in der vorherigen Prognose Anfang März gerechnet. „Von der Schwäche des Welthandels ist die international stark vernetzte deutsche Industrie besonders betroffen“, sagte IWH-Vizepräsident Oliver Holtemöller.

Der deutliche Rückgang der Industrieproduktion im April lasse erkennen, dass die Belebung vom Jahresanfang nur vorübergehend war und die Grundtendenz der Konjunktur weiterhin schwach bleibe. Dabei treffe die Konjunkturabkühlung den Osten aber wenig stark als den Westen. Hier profitieren die neuen Länder von ihrer Exportschwäche: Da weniger fürs Ausland produziert wird, fallen nachlassende Exporte auch weniger stark ins Gewicht.

Das dürfte sich laut IWH aber schon 2020 wieder umkehren. Dann rechnet das Institut bundesweit schon wieder mit 1,8 Prozent Wachstum, im Osten aber nur mit 1,7 Prozent. Die Schere zwischen Ost und West, die sich 2019 wegen des schwachen Wachstums im Westen etwas schließen dürfte, geht dann schon wieder weiter auseinander.

Im März hatte das IWH für 2020 bundesweit aber noch 2,0 Prozent Wachstum vorausgesagt. Im Osten dagegen lag die Prognose schon damals bei 1,7 Prozent. Das wurde jetzt bundesweit um 0,3 Punkte nach unten korrigiert, im Osten aber unverändert gelassen.

Von Frank Johannsen

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