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Wirtschaft Regional In Zwickau läuft jetzt die Produktion des VW-Stromers ID
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23:16 15.08.2019
Die erste Studie des ID wurde 2016 vom heutigen VW-Chef Herbert Diess in Paris präsentiert. Quelle: Frank Johannsen
Zwickau

Die Halle 5 im Zwickauer VW-Werk gleicht einem Hochsicherheitsbereich. Kein Besucher darf hier hinein, kein Foto hinaus. Denn unter Ausschluss der Öffentlichkeit ist hier die Produktion des Hoffnungsträgers ID.3 angelaufen, mit dem VW Ende des Jahres in die elektrische Zukunft starten will.

„Wir haben direkt nach den Werksferien die erste Produktionslinie, die wir umgerüstet haben, in Betrieb genommen“, sagte der Techniks-Geschäftsführer von VW Sachsen, Reinhard de Vries, am Donnerstag am Rande von drei Baustelleröffnungen in Zwickau. Und mit der Rückkehr aus den Werksferien am 5. August sei dann auch sofort die Produktion des ID.3 angelaufen. Noch handele es sich bei den Fahrzeugen aber nur um die Vorserie, die für interne Testzwecke genutzt wird.

Serienversion wird erst im September enthüllt

Grund für die Geheimhaltung: Erst im September auf der IAA in Frankfurt/Main will VW die Serienversion seines ersten reinen Stromers enthüllen. Bis dahin soll kein Bild an die Öffentlichkeit gelangen. Bisher hat VW von dem Modell nur Studien und stark getarnte Versionen gezeigt. Das Premierenfahrzeug dürfte dann – ander als die bisher gezeigten Studien – aber schon Made in Zwickau sein.

Die Produktionslinie, auf der nun die ersten ID.3 montiert werden, hatte VW seit Mitte 2018 umgerüstet. Die zweite Produktionslinie des Werks soll nun bis Ende 2020 folgen. Derzeit läuft dort noch die Produktion der bisherigen Modelle Golf und Golf Variant weiter.

Den Passat hatte Zwickau bereits im vergangenen Jahr nach Emden abgegeben, um Platz für den ID-Umbau zu schaffen. Der Golf soll bis Mitte nächsten Jahres folgen und dann nur noch aus Wolfsburg kommen – zuerst der klassische Golf, dann der Variant genante Kombi, der bisher ausschließlich in Zwickau gebaut wird.

Bisher 350 Vorserienfahrzeuge produziert

Noch sind die Stückzahlen des ID.3 aber gering. „Wir arbeiten dort nur in einer Schicht bis 14 Uhr“, sagte de Vries. „Pro Tag sind es sechs Fahrzeuge.“ Zusammen mit den Vorserienfahrzeugen, die schon vor der Eröffnung der Produktionslinie zusammengebaut wurden, komme man aber schon auf 350 Exemplare. Die Produktion soll jetzt nach und nach hochgefahren werden, im November dann die Serienproduktion starten.

Sechs Monate später soll dann der zweite Stromer anlaufen: Der Stadtgeländewagen ID Crozz. Für das SUV habe man die Plattform des kompakten ID.3 entsprechend angepasst, sagte de Vries. Auch hier habe die Vorserienproduktion bereits begonnen. Ebenfalls noch 2020 soll in Zwickau dann auch der erste Stromer der Schwestermarke Seat anlaufen: der El-Born, der auf derselben Plattform wie der ID.3 entsteht. Danach folgen bis Ende 2021 noch drei weitere Modelle: zwei Audis und ein weiterer VW, allesamt SUVs auf der ID-Crozz-Plattform.

VW Investiert noch einmal weitere 115 Millionen Euro

Doch obwohl die ID-Produktion schon läuft: Der Umbau des Werks ist längst noch nicht abgeschlossen. Am Donnerstag wurden sogar noch drei neue Baustellen eröffnet: Das Presswerk wird erweitert, ein elfgeschossiges Hochregallager für die Rohkarossen hochgezogen und eine zweite Logistikhalle errichtet. 115 Millionen Euro lässt sich VW das kosten. Insgesamt fließen sogar 1,2 Milliarde Euro in dem Umbau des Werkes, das VW als erstes komplett auf Elektroautos umstellt.

Ob der Zeitplan für den Werksumbau denn zu halten sei, wenn man jetzt noch neue Baustellen aufmacht? De Vries wehrt den Einwand sofort ab. „Wir liegen voll im Plan.“ Die drei neuen Bauprojekte seien schlicht noch nicht nötig, um mit der Fertigung zu starten. Die brauche man erst, wenn die Produktion voll laufe – und das soll erst ab 2022 der Fall sein. Dann sollen 330 000 Autos pro Jahr vom Band rollen, 30 000 mehr als bisher.

Von Frank Johannsen

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