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Wirtschaft Regional Leipziger Softline AG wagt Sprung in den Westen
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft Regional Leipziger Softline AG wagt Sprung in den Westen
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16:25 24.05.2019
Holte Softline vor neun Jahren nach Leipzig: Ex-PC-Ware-Chef Knut Löschke (69). Quelle: André Kempner
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Leipzig

Der Leipziger Ex-PC-Ware-Chef Knut Löschke geht wieder auf Expansionskurs: Seine neue Firma Softline Solutions, die er 2010 nach dem Ausstieg bei PC-Ware aufgebaut hatte, eröffnet jetzt in Wolfsburg ihren ersten großen Standort in den alten Bundesländern. 20 Mitarbeiter sollen dort nicht nur den Großkunden VW betreuen, sondern auch andere Partner im Westen.

„Der Standort Wolfsburg ist uns so wichtig, da wir von hier aus viel besser im Westen Deutschlands arbeiten können“, sagte Aufsichtsratschef Löschke (69) am Freitag. „Unsere Angestellten sind ruckzuck in Hamburg, Nordrhein-Westfalen oder auch Hessen. Von Leipzig aus ist der Aufwand wesentlich höher und es lassen sich an einem Arbeitstag nicht so viele Termine realisieren.“

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Die 20 Jobs in Wolfsburg sollen nur der Anfang sein. „In unserem neuen Büro können bis zu 40 Angestellte auf zwei Etagen und insgesamt 400 Quadratmetern arbeiten“, sagte Softline-Solutions-Manager Chef Alexander Schumann. Platz ist also für weitere 20 Kollegen.

Löschke holte Softline 2010 von München nach Leipzig

Softline ist bereits die zweite Firma, die Knut Löschke in Leipzig aufgebaut hat. 1990 hatte er zunächst die Firma PC-Ware gegründet, die nach dem Börsengang im Jahr 2000 sogar zeitweise zum Star am Neuen Markt aufstieg. 2009 wurde Löschke dort aber vom neuen Mehrheitseigner aus dem Unternehmen gedrängt.

Anschließend kauft er sich bei der Münchner Softline AG ein – und verlegte den Sitz 2010 nach Leipzig. Hier hat die Firma inzwischen gut 130 Mitarbeiter. Softline Solutions, die auf IT-Beratung spezialisiert ist, ist die wichtigste Sparte der Gruppe. Seit 2013 ist der Löschke, von Hause aus studierter Chemiker, daneben auch Aufsichtsratschef des Universitätsklinikums Leipzig.

Seine frühere Firma PC-Ware hieß nach seinem Ausstieg zunächst Comparex und ist seit April nur noch eine Außenstelle der Schweizer Software One.

Von Frank Johannsen