Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wirtschaft Regional Medienbericht: Zu hohe Stickoxidwerte beim Leipziger Porsche Cayenne
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft Regional Medienbericht: Zu hohe Stickoxidwerte beim Leipziger Porsche Cayenne
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:31 10.06.2017
Fabrikneue Porsche auf dem Gelände der Fabrik bei Leipzig. (Archivfoto)
Fabrikneue Porsche auf dem Gelände der Fabrik bei Leipzig. (Archivfoto)  Quelle: dpa
Anzeige
Leipzig

 Droht dem VW-Konzern ein weiteres Kapitel im Abgasskandal? Wie der Spiegel berichtet, sollen auch beim in Leipzig gebauten Sportwagen Porsche Cayenne Mechaniken installiert sein, welche die eigentlich zu hohen Stickoxidwerte bei Testfahrten reduzieren. „Einem Insider zufolge sind die Diesel-Modelle dieses Geländewagens mit einer Abschalteinrichtung ausgestattet, die dafür sorgt, dass der Geländewagen im Straßenverkehr weit mehr giftige Abgase ausstößt als zulässig“, heißt es im am Freitagabend veröffentlichten Beitrag. In einem vom Magazin beauftragten Test durch den TÜV Nord in Essen seien die Vermutungen bestätigt worden.

Der Sportwagen-Hersteller bestreitet die Angaben. Wie ein Porsche-Sprecher gegenüber dem Spiegel erklärt haben soll, sei der Test „für Porsche nicht plausibel nachvollziehbar“. Das Unternehmen habe eigene Messungen durchgeführt, die keine Überschreitung der gesetzlichen Grenzwerte für Stickoxide aufgezeigt hätten.

Unzulässige Software auch in Audi-Modellen entdeckt

Ein ähnliches Getriebe wie im aktuellen Leipziger Porsche Cayenne soll auch in Fahrzeugen der VW-Tochter Audi verwendet werden. Erst in der vergangen Woche hatte Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) öffentlich gemacht, dass Audi eine „unzulässige Abgas-Software“ in den Oberklasse-Modellen Audi A8 und A7 mit V6- und V8-Dieselmotoren verbaut hat. Bei 24.000 Fahrzeugen ist der Ausstoß an gesundheitsschädlichen Stickstoffoxiden (NOx) höher als nach der Abgasnorm Euro 5 erlaubt.

Der Rückruf der betroffenen Fahrzeuge soll im Juli beginnen, das genaue Datum steht noch nicht fest. Bis 12. Juni verlangt das Ministerium Lösungsvorschläge vom VW-Konzern. Neben der Prüfung der Umrüstungskonzepte durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) und der Festlegung eines verbindlichen Zeitplans werde „auch zu klären sein, welche weiteren Fahrzeuge unter dem Aspekt der Lenkwinkelerkennung einer Überprüfung unterzogen werden“, teilte das Ministerium am Montag mit. Die Abschalteinrichtung nimmt wahr, wenn ein Fahrzeug im Prüfstand steht.

Von mpu