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17:13 28.08.2019
Die Messechefs Martin Buhl-Wagner (l.) und Ulrich Finger unterschreiben den Kooperationsvertrag. Quelle: Foto: Dirk Knofe
Leipzig/Dresden

Die Messen in Leipzig und Dresden rücken zusammen – und feiern Hochzeit. Erstmals vereinbarten die beiden Messegesellschaften am Mittwoch eine gemeinsame Ausstellung. Den Ton gibt hier der kleinere Partner an: Die Dresdner Hochzeitsmesse „Jawort“ wird es ab 2020 auch in Leipzig geben. „Das ist unser erstes gemeinsames Projekt“, freute sich am Mittwoch Leipzigs Messe-Chef Martin Buhl-Wagner bei der feierlichen Vertragsunterzeichnung. „Und wir haben Interesse daran, dass es eine langfristige Zusammenarbeit wird.“

Die erste Hochzeitsmesse in Leipzig ist es aber nicht: Die gibt es hier schon seit 1996 – allerdings durchweg als Fremdveranstaltung, deren Name zuletzt ebenso oft wechselte wie der Veranstalter. „Das hat vom Konzept nicht immer gepasst“, sagte Buhl-Wagner. Mit der Messe Dresden versucht sich jetzt schon der fünfte Veranstalter an dem Format – und will es deutlich besser machen als bisher. Den Vertrag mit dem bisherigen Veranstalter wurde dafür vorzeitig aufgelöst – nach nur einer Auflage.

Feierliche Unterzeichnung im Stil einer Hochzeit

Die feierliche Unterzeichnung des Veranstaltungsvertrages wurde am Mittwoch stilecht inszeniert. „Das ist unser Ehevertrag“, scherzte Buhl-Wagner, als er gemeinsam mit seinem Dresdner Amtskollegen Ulrich Finger das Dokument unterzeichnete. In der Glashalle der Leipziger Messe war extra eine Hochzeitstafel aufgebaut worden, an dessen Kopfseite das „Brautpaar“ Buhl-Wagner/Finger Platz nehmen durfte. Nach der Unterzeichnung wurde mit Sekt angestoßen – und dann die eigens dafür gebackene Hochzeitstorte mit den Logos der beiden Messegesellschaften angeschnitten.

Den Abschluss des Veranstaltungsvertrages für die gemeinsame Hochzeitsmesse inszenieren die Messe-Chefs Martin Wagner (Leipzig) und Ulrich Finger (Dresden) wie eine Hochzeit – mit Hochzeitstafel in der Glashalle, Unterzeichnung des „Ehevertrag“, Sektempfang und Hochzeitstorte.

Als Mitgift bringt die Messe Dresden, mit jährlich 500 000 Besuchern nicht einmal halb so groß wie die Leipziger Messe (1,2 Millionen), ihre erfolgreiche Hochzeitsmesse „Jawort“ ein, die dort seit 2016 stattfindet. Am 1. und 2. Februar, nur zwei Wochen nach der fünften Auflage in Landeshauptstadt, wird es die Schau nun erstmals auch in Leipzig geben.

Ziel: 150 Aussteller und 5000 bis 6000 Besucher

Viele der 200 Aussteller in Dresden hätten bereits angekündigt, auch nach Leipzig zu kommen, sagte Finger. „Wenn wir in Leipzig auf 150 Aussteller kommen, sind wir sehr zufrieden.“ Das wären 10 mehr als bei der letzten Leipziger „Hochzeitswelt“ im Februar, die nach nur einer Ausgabe schon wieder eingestellt wird. Bei der Besucherzahl legt Finger die Zielmarke sogar noch höher: irgendwo zwischen den 5000 des Vorveranstalters und den 6000, die zuletzt nach Dresden kamen, will er landen. „Aber wenn es am Ende nur 4000 werden, ist das auch kein Beinbruch.“

Für die beiden Hochzeitsmessen ist es aber eher eine Wiederheirat: Schon bis 2015 hatte es in beiden Sachsenmetropolen die Messe „Hochzeit-Feste-Feiern“ gegeben, beide ausgerichtet vom Dresdner Veranstalter TMS. Doch 2015 ging TMS pleite. Während Leipzig es danach mit wechselnden neuen Partner versuchte und wenig Glück hatte, übernahm Dresden die Hochzeitsmesse einfach selbst. Mit durchschlagendem Erfolg: Binnen weniger Jahre stieg die Dresdner „Jawort“ zur größten Hochzeitsmesse des Freistaats auf. Diesen Erfolg will Finger nun in Leipzig wiederholen.

Von Frank Johannsen

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