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06:05 24.08.2018
Lange wurde in Leipzig bei Halberg Guss gestreikt. (Archivbild)
Lange wurde in Leipzig bei Halberg Guss gestreikt. (Archivbild) Quelle: Andre Kempner
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Leipzig

Die neue Überlebenschance für Halberg Guss in Leipzig hat am Donnerstag auch in der Politik für Hoffnung und Beifall gesorgt. Nach der Schlichtungsrunde mit der IG Metall in Frankfurt am Main waren die Gießereibetreiber am Mittwoch überraschend von ihren Schließungsplänen abgerückt und hatten Fortführungs- und Zukunftskonzepte für die beiden Standorte Saarbrücken und Leipzig als Verhandlungsziel genannt. Die IG Metall hatte das bestätigt.

Im Leipziger Rathaus kam die Nachricht gut an. „Eine Fortführung des Standorts wäre ein großer Erfolg: Für die Stadt Leipzig, der ein wichtiger Industriearbeitgeber erhalten bliebe – aber natürlich vor allem für die Beschäftigten, deren ausdauernder Protest gegen nicht nachvollziehbare Schließungspläne dann von Erfolg gekrönt würde“, sagte Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) der LVZ und betonte: „Industriearbeitsplätze bleiben wichtig für Leipzig.“

"Zwischenerfolg"

Auch in der SPD-Stadtratsfraktion hofft man nach sechswöchigem Streik bei Halberg Guss, „dass das Leipziger Werk, möglichst viele Arbeitsplätze sowie viel Wertschöpfung hier am Standort erhalten bleiben“, so der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion Heiko Bär. Es sei ein Zwischenerfolg für die 700 Mitarbeiter und die IG Metall: „Für uns zeigt das auch, dass sich ein hoher gewerkschaftlicher Organisationsgrad und ein mutiger Arbeitskampf lohnen.“

Ähnlich sah es die Linke: „Ich freue mich, dass sich der Kampf der Beschäftigten gelohnt hat und es doch eine Zukunft für den Standort in Leipzig gibt“, sagte der Bundestagsabgeordnete und sozialpolitische Sprecher der Stadtratsfraktion Sören Pellmann. „Solidarität, Engagement sowie ein langer Atem haben sich am Ende ausgezahlt.“

Laut LVZ-Informationen gingen die Gespräche zwischen den beiden Seiten in Frankfurt am Donnerstag weiter. Über konkrete Ergebnisse, etwa wie viele Mitarbeiter weiterbeschäftigt werden, wurde zunächst nichts bekannt.

Winfried Mahr