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Wirtschaft Regional Porsche denkt über neuen Namen für E-Macan aus Leipzig nach
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11:33 22.03.2019
Der bisherige Porsche Macan mit Benzinmotor wird auch nach dem Start des Elektro-Nachfolgers als Benziner weitergebaut. Quelle: Porsche
Leipzig

Erst vor vier Wochen hat Porsche angekündigt, den nächsten Macan aus Leipzig zum reinen Elektroauto zu machen. Jetzt denkt der Hersteller darüber nach, neben dem Antrieb auch den Namen des Autos zu wechseln. Ob das Modell, mit dem spätestens 2022 gerechnet wird, wirklich E-Macan heißen wird, sei noch keineswegs sicher, sagte Vorstandschef Oliver Blume dem australischen Fachblatt „Wheels Magazine“.

„Es wird ein SUV und es wird die Wurzeln des Macan haben. Aber es wird völlig anders und zukunftsorientiert aussehen“, so Blume. Der Konzern habe daher noch nicht entschieden, ob man wirklich am Namen Macan festhalte. „Wenn wir ein neues Fahrzeug in der Modellpalette entwickeln, ist es immer eine Herausforderung, es noch besser zu machen ohne die Tradition zu verlieren“, erläuterte Blume. Beim ersten Stromer Taycan, der noch in diesem Jahr in Stuttgart anlaufen soll, hatte Porsche daher gleich einen komplett neuen Namen gewählt.

Benziner wird unter altem Namen weitergebaut

Ein neuer Name für den E-Macan würde Porsche durchaus helfen. Denn das bisherige Modell mit Benzinmotor soll auch nach dem Start des Elektroautos parallel weitergebaut werden. Der Plan sei, das 2014 eingeführte Modell „mit einiges Updates so lange wie möglich fortzuführen“, erläuterte Blume. Der Parallellauf beider Modelle könnte damit sogar länger dauern als die drei Jahre, von denen bisher die Rede war. Unterschiedliche Namen würden da helfen, beide Stromer und Benziner, die dann parallel angeboten werden, voneinander abzugrenzen.

Langfristig will Porsche auf den Benzin-Macan aber verzichten. Vom Diesel hatte sich Marke schon vor gut einem Jahr verabschiedet. In jedem Segment soll es künftig jeweils ein Modell als Benziner und Hybrid, und eins als reinen Stromer geben, erläuterte Blume.

So sei der Viertürer Taycan aus Stuttgart als vollelektrisches Pendant zum Leipziger Panamera geplant, der weiter als Benziner und Hybrid angeboten wird. Bei den SUV werde der E-Macan aus Leipzig die Rolle des Stromers spielen, während für Benziner und Hybrid künftig nur noch der etwas größere Cayenne zuständig sei, der inzwischen in Bratislava gebaut wird.

Gemeinsame Elektro-Plattform mit Audi

Der E-Macan entsteht auf einer neuen Plattform für Elektroautos, die Porsche seit einem Jahr gemeinsam mit der Konzernschwester Audi entwickelt. Der E-Macan soll eine Reichweite von 400 bis 500 Kilometern haben. Audi will auf derselben Plattform dann sogar vier Modelle bauen: zwei Limousinen und zwei SUVs, die in Ingolstadt und Neckarsulm gebaut werden. Mit der gemeinsamen Entwicklung wollen die beiden Partner die Kosten um 30 Prozent drücken.

Für den E-Macan baut Porsche das Leipziger Werk gerade massiv aus. Mehr als 600 Millionen Euro werden bis 2021 investiert, vor allem in einen dritten Karosseriebau. Zudem will Porsche direkt neben dem Werk auch einen Batteriehersteller ansiedeln, der dann die Akkus für den Stromer liefert. Bis zu 300 neue Jobs sollen allein bei Porsche entstehen. Bisher hat das Werk 4300 Stammkräfte. Hinzu kommen rund 2000 Leiharbeiter. 500 davon sollen aber im Sommer gehen, weil die Produktion wegen der schwachen Nachfrage in China nicht ausgelastet ist. Ab 5. August wird daher in der Montage die Nachtschicht gestrichen.

Von Frank Johannsen

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