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Wirtschaft Regional Prag und Dresden wollen Hochgeschwindigkeitsbahn bauen
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22:09 07.02.2017
Autobahn
Die Autobahn Dresden-Prag solle nicht mit Lastwagen vollgestopft werden, sagte Ministerpräsident Tillich. Deswegen wollen Tschechien und Sachsen eine Hochgeschwindigkeitsbahn. (Archivbild) Quelle: dpa
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Prag

Nach der Fertigstellung der Autobahn Dresden-Prag richten Tschechien und Sachsen den Blick auf eine neue Hochgeschwindigkeit-Bahnverbindung. Es dürfe nicht sein, dass „diese Autobahn nun mit Lastwagen vollgestopft wird“, sagte Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) am Dienstag bei einem Besuch in Prag. Bundesverkehrminister Alexander Dobrindt (CSU) habe ihm zugesagt, dass die Wirtschaftlichkeitsprüfung einer Schnellfahrstrecke Prag-Dresden auf dieses Jahr vorgezogen werde.

Tillich und der tschechische Regierungschef Bohuslav Sobotka halten einen Baubeginn im Jahr 2035 für realistisch. Bisher führt der gesamte Zugverkehr durch das idyllische Elbtal und die Böhmisch-Sächsische Schweiz. „Es kann nicht sein, dass der Bahnlärm (...) dort grenzenlos nach oben geht“, betonte der CDU-Politiker Tillich.

Ein weiteres Thema war die Bekämpfung der Kriminalität im Grenzgebiet. „Da sind deutliche Fortschritte zu verspüren“, sagte Tillich. Die Kfz-Kriminalität sei zurückgegangen. Am Mittwoch, dem zweiten Tag seines Besuchs in Tschechien, wird Tillich Niederlassungen sächsischer Unternehmen in Nordböhmen besuchen. Insgesamt bewertete der 57-Jährige die Beziehungen zu Prag als auf dem wahrscheinlich besten Stand seit der Wiedervereinigung.

LVZ