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Wirtschaft Regional Russischer Discounter verschiebt Eröffnung in Leipzig
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13:40 04.12.2018
Noch ist es nur eine Foto-Montage. Doch Ende 2018 könnte am ehemaligen Aldi-Markt in Leipzig-Portitz das neue Logo von „Mere“ prangen. Quelle: Frank Johannsen (Foto und Montage)
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Leipzig

Der russische Discounter Torgservis verschiebt seinen Deutschland-Start. Die erste Filiale, die im Leipziger Einkaufszentraum „Treff Portitz“ entsteht, wird doch nicht mehr in diesem Jahr eröffnen. Das erfuhr die LVZ am Dienstag aus Unternehmenskreisen.

Erst am Montag hatte der Vermieter verkündet, dass der Laden schon am 17. Dezember eröffnen soll. Am Dienstag wurde der Termin nun verschoben. Frühestens Ende Januar werde der Laden eröffnen, hieß es aus Unternehmenskreisen. Als neuer Termin wird jetzt der 29. Januar angepeilt.

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Die Ware für den neuen Laden hänge noch in Sibirien fest, hieß es. Zudem sucht der neue Discounter, der von Leipzig aus den deutschen Markt aufmischen will, noch nach Mitarbeitern für die erste Filiale. Es gebe inzwischen zwar einen Filialleiter, die zehn Stellen für Verkäufer seien aber noch nicht alle besetzt.

Kette soll „Mere“ heißen

Die deutsche Torgservis-Tochter TS-Markt in Berlin wollte die Verschiebung auf Anfrage nicht bestätigen. „Wir entscheiden das kurzfristig“, sagte eine Sprecherin. Zugleich bestätigte sie, dass die Kette „Mere“ heißen soll. Unter diesem Namen hat der russische Billiganbieter gerade in Rumänien seine ersten beiden Filialen eröffnet. Der für Deutschland zwischenzeitlich diskutierte Name „Centwelt“ wurde wieder verworfen.

Für die erste Filiale hat TS-Markt eine ehemaligen Aldi-Markt im „Treff Portitz“ am nördliche Stadtrand von Leipzig angemietet. Aldi war dort Ende September 2017 ausgezogen, derzeit wird der Laden umgebaut. 960 Quadratmeter Verkaufsfläche wird die Filiale haben.

Verkauf werden sollen vor allem Lebensmittel im unteren Preissegment. Das werde 70 Prozent des Sortiments ausmachen. Der Rest des Sortiments soll demnach auf Tierbedarf, Haushalswaren, Drogerieartikel und Bekleidung entfallen. Weitere Läden sollen dann in ganz Deutschland folgen. Mehr als 100 Filialen sind geplant. Dabei gehe es nicht nur um die neuen Länder, sagte die Sprecherin. Bisher war nur von Standorten im Osten die Rede gewesen.

Von Frank Johannsen

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