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Wirtschaft Regional Sachsen werden 300.000 Arbeitskräfte fehlen
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20:56 22.05.2019
Nach Prognosen fehlen dem sächsischen Arbeitsmarkt bis 2030 mehr als 300.000 Beschäftigte. 40 Prozent der Firmen suchen aktuell nach Fachpersonal. Der Freistaat will dem mit einer neuen, umfassenden Strategie entgegenwirken.  Quelle: dpa
Dresden

Mehr Berufsorientierung in den Schulen, weniger Abbrecher, attraktivere Arbeitsplätze - die Liste der Ideen, um mehr Fachkräfte in Sachsen zu bekommen, ist lang. „Bis zum Jahr 2030 werden in Sachsen rund 300.000 Arbeitskräfte weniger zur Verfügung stehen - deshalb müssen wir handeln. Wir können auf keinen verzichten“, macht Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) am Donnerstag in Dresden klar. 

Nachdem der Freistaat bereits im Jahr 2015 eine Fachkräfteallianz mit Wirtschaft, Gewerkschaften, Wissenschaft, Kommunen, Bundesagentur für Arbeit sowie Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammern ins Leben gerufen hatte, wird die Zusammenarbeit nun weiter ausgebaut. Fachkräfte zu gewinnen, sei „die zentrale Überlebensfrage der Unternehmen“, erklärt Dulig - damit entscheide sich auch die Zukunft Sachsens.

Arbeitsplätze sollen attraktiver werden

Zum neuen Konzept gehört unter anderem eine viel stärkere Berufsorientierung in den Schulen. Daneben soll die Quote der Schulabgänger ohne Abschluss, die aktuell bei acht Prozent liegt, deutlich gesenkt werden. Das Gleiche gilt für Hochschulabsolventen, die nicht in Sachsen bleiben: Bislang verlassen 40 Prozent den Freistaat nach ihrem Abschluss.

Auch die Weiterbildungsquote soll von 39 auf 50 Prozent steigen. Als wichtiges Ziel ist ebenfalls festgehalten: „Außerdem soll die Arbeitsplatzattraktivität erhöht und mehr Flexibilität für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ermöglicht werden“, heißt es in dem 92-seitigen Strategiepaper „Heimat für Fachkräfte“, das jetzt von der Landesregierung beschlossen wurde.

Auch „gezielte Zuwanderung“ von ausländischen Arbeitskräften

Zudem soll intensiv um Rückkehrer geworben werden, ebenso soll „allen Erwerbspersonen Zugang zum Arbeitsmarkt“ ermöglicht werden, was beispielsweise für Alleinerziehende, Menschen mit Behinderungen, Migranten und Langzeitarbeitslose gilt. Ein weiterer Schwerpunkt ist „die gezielte Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte“.

von Andreas Debski

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