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Wirtschaft Regional Spreadshirt investiert zehn Millionen Euro in Drucktechnik
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft Regional Spreadshirt investiert zehn Millionen Euro in Drucktechnik
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21:01 17.07.2019
In der Produktion von T-Shirts bei Spreadshirt in Leipzig. Quelle: Spreadshirt
Leipzig

Die Zeichen stehen bei der Leipziger T-Shirt-Druckerei Spreadshirt weiter auf Wachstum. Deshalb investiert das Unternehmen in den kommenden zwei Jahren insgesamt knapp zehn Millionen Euro in neue Drucker. Das teilte Spreadshirt-Chef Philip Rooke dieser Tage mit. Damit werde auf die gestiegene Nachfrage reagiert und das Print-on-Demand-Angebot (POD) erweitert. Dabei kann der Kunde das Druckmotiv für seine T-Shirts selbst aussuchen beziehungsweise vorschlagen oder gar selbst gestalten. Mit dem vergrößerten Maschinenpark setzten die Leipziger zugleich „neue Maßstäbe bei Druckqualität, Produktions- und Lieferzeiten“.

Marktführer in vielen Ländern

Spreadshirt ist in 18 Ländern Marktführer bei der POD-Bedruckung von Baumwollkleidung“, betonte Rooke. Spreadshirt wachse schnell und entwickele sich rasant, fügte er mit Blick auf die geplanten Investitionen hinzu. „Viele Drittanbieter möchten von unserem Druck-Know-how und den Standards, die wir für unsere eigenen Kunden ansetzen, profitieren“.

Neue Drucker der israelischen Firma Kornit werden bereits in den kommenden Wochen in die US-Produktionsstandorte Henderson (US-Bundesstaat Nevada) und Greensburg (Pennsylvania) installiert. Die neue Technik schaffe 30 bis 40 Prozent mehr Drucke pro Stunde als andere Modelle. Das komme den Kunden zugute, denn somit sei eine schnellere Lieferung möglich. Derartige Druckmaschinen würden im nächsten Jahr auch in den europäischen Spreadshirt-Standorten in Tschechien und Polen installiert.

In der Spreadshirt-Produktion. Quelle: Spreadshirt

Mit den Investitionen wollen die Leipziger ihren Wachstumskurs konsequent fortsetzen. Mit neuen Rekordwerten warteten sie bereits im vorigen Jahr auf. Damals lag der Umsatz bei 110 Millionen Euro – plus 3,4 Prozent gegenüber 2017, als die Firma erstmals die 100-Millionen-Euro-Marke übersprungen hatte. Spreadshirt fuhr zudem einen Überschuss von zehn Millionen Euro vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ein. Das sei, so Rooke kürzlich bei der Vorstellung der Geschäftszahlen, der größte Gewinn der Firmengeschichte gewesen. Er habe damit zum ersten Mal im zweistelligen Millionen-Bereich gelegen. Zugleich sei der Vorjahresertrag um 23 Prozent übertroffen worden. 2018 wurde 5,5 Millionen bedruckte Erzeugnisse verschickt.

Polyesterdruck für Sportkleidung

Neben der Gestaltung von überwiegend Baumwollmaterialien plant Spreadshirt laut Rooke die Einführung neuer Produktkategorien. „Angedacht sind der Polyesterdruck für Sportkleidung, Stickerei für Firmenartikel und UV-Druck-Maschinen für Accessoires und beispielsweise Home & Living Artikel.“

Im nächsten Jahr werde zudem das Angebot an Produkten und Drucktechniken für Unternehmen, „die unser Fulfillment-Business nutzen, sowie für unsere eigenen Kunden zügig erweitert“, ergänzte der Manager. „Auf diese Weise können wir unsere Marktführerschaft in vielen neuen Bereichen ausbauen.“

Spreadshirt mit Sitz in Leipzig wurde 2002 gegründet und beschäftigt 750 Mitarbeiter, davon 250 in der Messestadt. Gedruckt wird an fünf Standorten – die größten sind in Tschechien, Polen und in den USA. Über Spreadshirt vermarkten mehr als 100 000 Partner ihre Ideen.

Von Ulrich Langer

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