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Wirtschaft Regional Volga-Dnepr bringt mehr Maschinen nach Schkeuditz – 500 neue Jobs
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19:45 18.06.2019
Eine Antonow AN-124 von Volga-Dnepr in Schkeuditz. Künftig will die Airline hier auch mehr Boeing landen lassen. Quelle: Roland Heinrich
Paris/Leipzig

Die russische Frachtairline Volga-Dnepr baut ihr Engagement am Flughafen Leipzig/Halle weiter aus. Zusätzlich zu den bereits in Schkeuditz stationieren Antonow-Maschinen sollen hier künftig auch mehr Frachtflüge mit Boeing-Maschinen abgefertigt werden. Das soll 500 neue Jobs nach Schkeuditz bringen.

Absichtserklärung ist unterzeichnet

Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten Sachsens Flughafen-Chef Götz Ahmelmann und Volga-Dnepr-Präsident Alexey Isaykin am Dienstag im Beisein von Sachsens Finanzminister Matthias Haß (CDU) auf der Internationalen Luftfahrschau in Le Bourget bei Paris. Abwickeln soll die zusätzlichen Flüge die Volga-Dnepr-Tochter Air Bridge Cargo (ABC). Ab 2021 soll sie die Zahl ihrer Flüge ab Schkeuditz schrittweise mehr als verdoppeln – von derzeit 20 auf 50 pro Woche im Jahr 2030.

Die 2004 gegründete Tochter, die wie die Mutter ihren Sitz in Moskau hat, steuert Leipzig/Halle bereits jetzt an. Derzeit gibt es eine regelmäßige Frachtverbindung nach Moskau – mit 20 Flügen pro Woche. Bis 2030 soll sich die Zahl nun mehr als verdoppeln. Dann könnte anders als bisher auch Flugzeuge von ABC in Leipzig/Halle fest stationiert werden.

Haß: „Ein großer Erfolg für den Flughafen“

Bisher kommen die Maschinen aus Moskau und nach dem Aufenthalt in Leipzig auch dorthin zurück. Sie werden aber bereits bei der Konzernschwester Amtes gewartet, die das 2013 gebaute Wartungshangar von Volga-Dnepr direkt an der A14 betreibt. ABC fliegt ander als die Konzernmutter ausschließlich mit Frachtmaschinen des Typs Boeing 747. Bisher verfügt sie über sechs Maschinen dieses Typs, elf weitere sind bestellt.

„Das langfristige Bekenntnis der Volga-Dnepr Group ist ein großer Erfolg für den Flughafen Leipzig/Halle“, sagte Finanzminister Haß bei der Unterzeichnung. „Dieser weitere Ansiedlungserfolg zeigt, wir haben mit dem Standort den richtigen Weg eingeschlagen. Der Flughafen Leipzig/Halle wird in den nächsten Jahren kräftig investieren. Weitere neue Arbeitsplätze entstehen, davon profitiert die gesamte Region Leipzig/Halle. So verstehe ich erfolgreiche Standortentwicklung gemeinsam mit starken Partnern.“

Im Norden des Flughafens entsteht ein neues Frachtzentrum

Erst vor zwei Wochen hatte der Airport Leipzig/Halle angekündigt, im Norden des Flughafens für rund 250 Millionen Euro ein neues Frachtzentrum zu bauen – und zwar dieses Mal nicht für den Hauptnutzer DHL, der seine Basis am Südrand des Airports hat. Volga-Dnepr und deren Tochter ABC könnten nun die ersten Nutzer sein, die in die neue Cargo City einziehen.

Flughafen-Chef Götz Ahmelmann sprach nach der Unterzeichnung in Paris von einem „weitereren Meilenstein unserer vertrauensvollen Zusammenarbeit“, und fügte hinzu: „Gemeinsam wollen wir den Cargo Hub Leipzig/Halle weiterentwickeln“. Dafür sieht sich Volga-Dnepr selbst als idealen Partner, sagte Konstantin Vekshin, Leiter der Frachtabwicklung bei Volga-Dnepr. „Unsere fast dreißigjährige Erfahrung, unterstützt durch unser Wissen und unsere Expertise, sind ein Garant für die Entwicklung des Leipzig/Halle Airports in einen vertikal integrierten multimodalen Hub.“

Volga-Dnepr ist bereits seit 2006 in Schkeuditz am Start und hat hier mehrere Maschinen des Typs Antonow AN-124 stationiert. Das größte in Serien gebaute Frachtflugzeug der Welt war zeitweise von Schkeuditz auch für die Nato unterwegs. Ende 2018 zogen sich die Russen dann aber aus dem Geschäft mit der Nato zurück und überließen es ihrem bisherige ukrainischen Partner Antonov Airline allein.

Von Frank Johannsen

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